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Was kostet einmal Wäsche waschen? Energieverbrauch der Waschmaschine


Es ist ohne Messgerät nahezu unmöglich, den gesamten Energieverbrauch einer Waschmaschine für eine Waschladung zu ermitteln. Ich habe solch ein Stromkostengerät und habe einmal nachgemessen. Hier erfahren Sie, wie viele Euro Sie einmal Wäschewaschen zuhause kostet.

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Einer meiner für mich interessantesten Energie-Tests war das Ausmessen meiner Waschmaschine. Konnte ich den ungefähren Verbrauch der elektronischen Geräte aus dem Bereich Unterhaltungselektronik schon in etwa ahnen, sah es bei der Waschmaschine anders aus: Ich hatte keine Ahnung, wie viel Strom in kWh bei einmal Waschen benötigt wird bzw. wie viel mich einmal Wäsche waschen eigentlich konkret kostet.

meine Waschmaschine A+++

Die Waschmaschine, die ich nutze, hat die Energie-Kennung „A+++“. Das klingt ja schon einmal gut. Für das Herausbekommen des tatsächlichen Energieverbrauchs nutzt sie mir natürlich nichts. Ich kann hier auch nicht einfach ein simples „Wattmeter“ anschließen, um den Strom zu messen: Während eines ganzen Waschganges verbraucht die Waschmaschine ja immer wieder eine andere Menge an Energie. Das bedeutet: Ich benötige hier zwingend ein Messgerät, welches auch die Kilowattstunden (kWh) messen- bzw. sammeln kann. Meines kann dies glücklicherweise. Also dann los:

Anzeige der aktuellen Stromkosten auf dem Display

[atkp_product id='3159' link='yes']Mein Energiekostenmessgerät[/atkp_product] errechnet aus der Summe aller Strömlinge in einer bestimmten Zeit die gesamten Kosten des Waschgangs in Euro aus.

Nach einer Stunde war die Maschine mit dem Waschen fertig. Es wurden hierfür insgesamt 0,68 kWh Strom benötigt. Das bedeutet für mich konkret: Einmal mit meiner recht modernen Siemens-Waschmaschine Wäsche waschen kostet mich ca. 19 Cent. Hier muss ich ja einfach nur den Preis einer kWh (29 Cent) mit dem (gemessenen) Gesamtverbrauch multiplizieren.

Während des Waschens hatte ich auch ein Auge auf die jeweilige elektrische Arbeitsleistung: Die Maschine beanspruchte hier

Nach einer Stunde Waschen ergab sich dann aus diesen Werten eine tatsächliche Strommenge von den gemessenen 0,68 kWh und für meinen Geldbeutel ein Minus von 0,19 Euro. Das Wasser kostet freilich noch extra und das Waschmittel auch noch.

Es muss aber natürlich noch erwähnt werden, bei welchen Einstellungen ich die Waschmaschine für dieses Messergebnis betrieb:

Bei meiner Maschine kann ich dies mittels einem Display und Tipptasten unabhängig vom Waschprogramm einstellen. Das genutzte Waschprogramm selbst trägt bei meiner Siemens Maschine den Namen „Schnell“. Eine Stunde Maschinenwäsche gilt also noch als schnell.

Bei höheren Einstellungen (insbesondere was die Waschtemperatur betrifft) wäre ich hier sicherlich nicht mit 19 Cent weggekommen.

Doch andere Programme bzw. Einstellungen hatte ich zunächst nicht ausgemessen. Für meinen persönlichen Bedarf ist dieser Schnellwaschgang bei 40 °C ausreichend.

Noch ein Hinweis: Im Sommer wird ein Waschgang weniger kosten als im Winter! Warum? Weil das (kalte) Leitungswasser hierzulande im Sommer teilweise bereits 20°C warm ist und entsprechend weniger (elektrisch) erhitzt werden muss. Ein freundlicher Leser meines Blogs brachte mich erst in den Kommentaren darauf. Meinen Test hatte ich in einer kühlen Jahreszeit gemacht.

Übrigens: Ist die Maschine ausgeschaltet, fließt durchaus noch ein weiterer Strom! Hier konnte ich einen „Standby-Strom“ von immerhin noch 0,6 Watt messen. Ist die Waschmaschine mit dem Waschen fertig aber noch eingeschaltet, messe ich 2,2 Watt. So ziehe ich nach jeder Benutzung den Stecker und drehe auch die Wasserzufuhr ab. Sicher ist Sicher.

Eine 90-Grad-Wäsche kostet 30 Cent

Jüngst hatte ich es doch noch einmal gemessen: Das (meist sinnlose) Waschen bei einer sehr hohen Temperatur von 90 Grad Celsius. Denn dummerweise habe ich da so eine schöne Hose aus Baumwolle, die mir leider zu weit ist (obgleich ich wahrlich nicht mehr der Schlankeste bin). Ich wollte sie einlaufen lassen und dies geht natürlich am einfachsten, indem man sie bei 90 Grad wäscht.

Ich habe ja das Stromkostenmessgerät und zählte damit die Kilowattstunden:

Stromverbrauch bei 90 Grad

Auf diesem Bild sehen Sie im Display die verbrauchte Menge an Energie (in Kilowattstunden [kWh]) sowie gleich bequem die dadurch entstandenen Kosten darunter in Euro.

Ganze 30 Eurocent kostete mich das Vergnügen – also deutlich mehr als bei einer 40-Grad-Wäsche. Das Wasser muss ja mehrmals auf 90 Grad Celsius aufgeheizt werden, was eben viel Energie kostet. Verbraucht wurden hierbei insgesamt knapp über eine kWh und diese kostet derzeit jetzt leider schon 30 Cent. Mein Stromkostenmessgerät zeigt es mir direkt an. Geschleudert wurde in dem Waschprogramm bei 1400 Umdrehungen je Minute und der Waschvorgang dauerte ca. eine Stunde und 39 Minuten.

Nun, ich rede es mir auch etwas schön: Man sagt ja auch, dass man hin und wieder durchaus bei der hohen Temperatur von 90 Grad waschen sollte, damit Bakterien innerhalb der Maschine abgetötet werden können. So etwas würde ich aber nur ca. zweimal im Jahr machen. Ansonsten reicht mir der normale Waschgang bei 40 °C. Mittlerweile bin ich sogar soweit, dass ich den absoluten „Spar-Waschgang“ bei 15 Minuten und 30 °C für viele Textilien (z. B. einfache T-Shirts) nutze. Das spart eine Menge Geld und man muss hier mit der Sauberkeit und Hygiene nicht übertreiben.

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Artikeldatum: 14.05.2019 / letzte Änderung: 19. September 2020

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Manu | am 23. Juli 2020

Klasse Beitrag, aber eines wüsste ich noch gerne: Zu welchem Kalendermonat hast du gemessen?
Es kommt beim Erhitzen des Wassers auch stark darauf an, wie warm das Wasser vom Anschluss kommt.
D.h. im Sommer muss es weniger aufgeheizt werden, als im Winter, wenn es draußen Minusgrade hat. Merke das extrem bei meinem Durchlauferhitzer.

Thomas (Admin)
Das ist aber eine interessante Frage, denn daran hatte ich noch gar nicht gedacht! Ich hatte im November gemessen. Ich denke, im Sommer wird es tatsächlich günstiger sein, denn in manchen Regionen bekommt man bei richtig warmen Tagen ja bereits 20 °C warmes Wasser aus dem Kaltanschluss.

xxlposter@gmail.com | am 14. Juni 2020

Diese „normalgroße“ Waschmaschine hattest Du bereits / konntest Du übernehmen o.dgl., so dass kein Kauf einer „schmalen“ in Frage gekommen ist alias einer Waschmaschine mit geringerem Fassungsvermögen (für Deinen 1-Personen-Haushalt), die vielleicht grundsätzlich weniger Energie verbraucht?

Zudem dürften doch auch a) 30° bei b) noch „schnelleren Schnellwaschgängen“, wie sie vielleicht modernere Waschmaschine mittlerweile wortwörtlich im Programm haben (zB 20 Minuten), auch bereits (zumeist) ausreichend sein, oder?

Denn meine (übernommene) ist weder schmal, noch beinhaltet sie ein solches Kurzprogramm (und hat knapp 2 Jahrzehnte auf ihrem breiten Buckel) – so dass ich eine solche suche.

Deshalb bin ich hier gelandet. : )

DANKEschöns!

Thomas (Admin)
Danke für den Kommentar! Ja, die Waschmaschine war bereits vorhanden. Sie hat auch ein 15-Minuten-Kurzprogramm. Vermutlich reicht dies bereits für „normale“ Wäsche völlig aus. Das muss ich mir noch einmal genauer ansehen.

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