Minimalismus leben in der kleinen Wohnung

Nachgemessen: Stromverbrauch meines Wlan-Routers bzw. der Fritzbox


Meine Fritzbox ist permanent aktiv. Ihr Internet-WLAN-Router sicherlich auch (auch wenn Sie schlafen oder gar nicht zuhause sind). Wie viele Euro kostet mich so ein Gerät eigentlich monatlich? Wie hoch ist der Energieverbrauch meiner FritzBox?

Viele Haushalte besitzen heute nun einen Router bzw. eine Box, die das Internetsignal aus der Telefonleitung mittels Funk (W-LAN) permanent in alle Richtungen abstrahlt. Man sieht dies ja dann auf dem Computer, dass meist noch viele anderen Funknetzwerke von den Nachbarn empfangen werden. Mit diesem WLAN-Router können sich dann alle internettauglichen Geräte, die „Wifi“ beherrschen, verbinden (Handys, Computer, Notebooks, „Smart-Geräte“, usw.). Auch ich nutze freilich so einen Router mit integriertem Internetmodul:

ein Internetrouter des Typs Fritzbox

Bei mir ist die „FritzBox“ in Betrieb (Modell 7430). Solch eine FritzBox dürfte sicherlich hierzulande der bekannteste Router sein und in vielen Haushalten kommt ein solcher zum Einsatz – kontinuierlich, 24 Stunden am Tag. Viele Internet-Provider liefern ähnliche „Internet-Boxen“ aus, von denen ich jedoch nicht den konkreten Stromverbrauch kenne. Die meiste Zeit wird solch ein W-LAN-Router jedoch selten benötigt. Er arbeitet bzw. „funkt“ jedoch weiterhin permanent weiter. Er verbraucht dabei freilich durchgehend Strom.

Anzeige der aktuellen Stromkosten auf dem Display

Mit einem Stromkostenmessgerät konnte ich jeden Energiebedarf genau nachmessen.

Da wollte ich natürlich einmal wissen, wie hoch der Stromverbrauch meiner Fritzbox eigentlich ist und wie viel Geld ich dafür im Monat ausgeben muss. Also nahm ich das Strommessgerät und maß einmal nach: Meine Fritzbox arbeitet permanent mit einer Leistung von 5,7 Watt. Das ist ein guter Wert! Die Box ist dabei ungefähr „handwarm“, jedoch nicht etwa heiß. Angeschlossen ist hierbei auch ein LAN-Kabel (für meinen PC und den Raspberry Pi), weiterhin ist die Funkverbindung (W-LAN) aktiviert und mein Handy sowie der Laptop ist verbunden. Auch ein analoges Telefon ist angeschlossen. Jeden Monat muss ich ca. 1,19 Euro für den permanenten Betrieb meiner Fritzbox berappen. Im Jahr belaufen sich die Stromkosten für diesen Router also auf knapp 15 €. Der Energieverbrauch einer solchen Internetbox ist ungefähr so hoch (eher gering) wie ein kleiner, moderner Kühlschrank.

Ich betreibe den Router jedoch im „reduzierten Funkbetrieb„: Ich hatte die W-LAN-Sendeleistung auf lediglich 6% verringert (Diese Funktion war für mich ein wichtiger Grund für den Kauf der FritzBox). In meiner kleinen Einzimmerwohnung benötige ich freilich nicht mehr Wifi-Leistung. Es soll ja Menschen geben, die direkt neben so einem Funksender schlafen, auch wenn dieser bis hin zum Nachbarhaus zu empfangen ist. Das halte ich für ungesund. Erstaunlicherweise reduzierte sich der Energieverbrauch bzw. die Leistung meines Internetrouters bei der W-LAN-Reduzierung von 100% auf 6% nicht. Es bleibt bei mir bei den (immer noch wenigen) 5,7 Watt. Immerhin wird die Box dann nicht mehr so warm (und nutzt sich technisch vermutlich weniger ab; bietet so mehr Sicherheit dank geringerer Reichweite).

Arendo Energiekostenmessgerät Stromverbrauchszähler, 3680W
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von CSL-Computer

Mit diesem Energiekosten-Messgerät ermitteln Sie die exakten Stromkosten (in €), die die jeweils angeschlossenen Geräte verursachen. Sie können nun ganz genau einschätzen, was Ihre größten Stromverbraucher sind und welche Kosten diese je Monat verursachen.

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Schaltet man aber die W-LAN-Funktionalität komplett aus, reduziert sich der Stromverbrauch der Internetbox um ca. 700 mW!. Das heißt bei mir, dass sie nun nur noch 5 Watt an Arbeitsleistung vollbringen muss. In der Tat ist das Deaktivieren des „Wifi-Signals“ bei mir im Haushalt nicht ganz unsinnig, denn mein PC und mein Raspberry sind einfach mittels einem normalen Netzwerkkabels an den Router angeschlossen. W-LAN benötige ich nur fürs Handy oder für das Notebook, wenn ich es denn mal hervor hole. Eine Ersparnis unter einem Watt ist allerdings so gering, dass sie sich nach einem Jahr im Portmonee kaum bemerkbar machen wird (Es sind je Monat ca. 19 Cent).

Die meisten Haushalte werden sicherlich mit einem kostenlosen Router ausgerüstet sein, den es vom Internetanbieter gleich mit dazu gab. Wenn es eine Fritzbox ist oder ein anderer, stromsparender Router, dann ist es ja auch gut so. Ich erinnere mich an mein Vorgängermodell, das war noch eine alte „Alice Box“. Die wurde im Betrieb äußerst warm, was immer auf einen sehr hohen Stromverbrauch schließen lässt (damals hatte ich noch nicht nachgemessen). Betreibt man solch ein Gerät durchgehend über mehrere Jahre (was ja meist der Fall ist), dann sollte man sich überlegen, nicht gleich ein stomsparenderes, besseres (Sendeleistung einstellen, Heimserver verfügbar, …) W-LAN-Modul zu kaufen. Dessen Anschaffungskosten werden sich dann bald amortisiert haben. Bei meinem derzeitigen Internetvertrag von O2 verzichtete ich auf die Hardware, die mitgeliefert werden konnte. Dadurch sparte ich ca. 45 €, die ich gleich in eine eigene DLS-Box investierte. Diese muss ich später natürlich auch nicht zurückgeben und sie ist freigeschaltet für alle anderen Anbieter (kein sogenanntes „Branding“).

Sendeleistung an der Fritzbox einstellen

Im Konfigurationsmenü meiner Fritzbox (über den Browser im Heimnetz erreichbar) kann ich die Sendeleistung des W-LAN-Moduls reduzieren. Dies war einer der Hauptgründe, warum es ein solcher Router der Firma AVM für mich sein musste. Weiterhin habe ich eingestellt, dass sich das W-LAN nachts, wenn alles schläft, ebenfalls zur Ruhe legen kann bzw. morgens wieder „aufwacht“.

Wenn Sie das WLAN nur benötigen, wenn Sie daheim sind, dann können Sie es an vielen Routern mittels Knopfdruck ausschalten, bevor Sie z. B. zur Arbeit- oder ins Bett gehen. Die besagte FritzBox besitzt zumindest so einen Knopf. Damit sparen Sie etwas Strom und gönnen dem Gerät eine Pause, was sich sicherlich positiv auf dessen Lebensdauer auswirken wird.

Bei der AVM Fritzbox kann man im Menü aber auch einstellen, dass sich das W-LAN-Sendemodul zu bestimmten Zeiten (Nachts und / oder wenn Sie auf Arbeit sind) automatisch deaktiviert. Eigentlich könnte man die Box zu diesen Zeiten auch ganz ausschalten! Jedoch hadere ich hiermit, denn diese Geräte sind ja kleine Minicomputer. Und einen solchen sollte man nicht hart beenden, sondern sauber herunter fahren. Hierfür gibt es allerdings keine Funktion. Man müsste schon rabiat den Stecker ziehen, was ich nicht tue, da ich Datenverlust oder eine Beschädigung befürchte. Außerdem nutze ich die Box als Medienserver (ich greife z. B. vom Handy unterwegs darauf zu) und daher bleibt sie stets aktiv. Bei nur knapp 6 Watt elektrischer Leistung (bzw. einem entsprechenden Energieverbrauch) habe ich hier keine Bedenken.

Ich hatte im Menü der FritzBox auch einige andere Einstellungen ausprobiert und wollte wissen, ob diese direkt etwas mit dem Stromverbrauch zu tun haben:

Grundsätzlich bietet diese Internet-Box im Konfigurationsmenü auch eine Übersicht über den Stromverbrauch:

Stromverbrauch einer Fritzbox

Smartphone als Anrufmonitor

Übrigens: Wer die Fritzbox für ein Festnetztelefon nutzen möchte, kann via externem Smartphone über eingehende Anrufe informiert werden. Es kann von diesem aus auch die Festnetznummer genutzt werden.

Allerdings sehen Sie hier nur, welche Komponenten der Fritzbox in Relation Strom verbrauchen. Sie sehen hier nicht, wie viel dies in der Summe ist und was dies nach einem Monat im Dauerbetrieb für den eigenen Geldbeutel bedeutet. Aber ich kann es Ihnen ja sagen: Es sind – wie oben schon erwähnt – ca. 1,20 Euro jeden pro Monat. Dies betrifft zumindest meine FritzBox (Model 7430) und dies bei einer reduzierten Wlan-Sendeleistung, aktivem Nachtmodus (Wifi ist aus), ein USB-Stick ist angeschlossen (der möchte auch etwas Energie abhaben, wie auf dem Screenshot ersichtlich), ein analoges Telefon (eigene Festnetznummer) hängt daran sowie zwei LAN-Geräte mittels Netzwerkkabel.

AVM FRITZ!Box 7430 (VDSL-/ADSL2+, WLAN N, 450 MBit/s (2,4 GHz), TK-Anlage für Voice over IP mit DECT-Basis, Mediaserver) geeignet für Deutschland
AVM FRITZ!Box 7430 (VDSL-/ADSL2+, WLAN N, 450 MBit/s (2,4 GHz), TK-Anlage für Voice over IP mit DECT-Basis, Mediaserver) geeignet für Deutschland
von AVM

Die berühmte Fritz!Box ist Deutschlands Lieblingsrouter – zu Recht. Ist sie doch sehr effizient zu konfigurieren und das "Schweizer Taschenmesser" der Internet-Boxen mit vielen integrierten Funktionen wie einen Mediaserver, FTP-Zugang (z. B. vom Handy), privates VPN, einen Anrufbeantworter für eigene Ansagen usw.

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Ich nutze die Box seit zwei Jahren im Dauerbetrieb und hatte hier nie Probleme. Ich würde mir so einen Router von AVM jederzeit wieder kaufen, insbesondere wegen der cleveren Sonderfunktionen (eigenes VPN, eigener FTP-Server, integrierte DynDNS-Funktion) und natürlich wegen der geringen Leistungsaufnahme und der gut konfigurierbaren Funktionalität. Beim Kauf sollte man aber unbedingt beachten, welche Art von DSL man zuhause hat (VDSL, Kabel-DSL usw.). Es gibt viele verschiedene Modelle. Die teuersten punkten oft mit einer besseren Telefonfunktionalität, welche viele Nutzer vielleicht gar nicht benötigen, da sie lediglich die Internet- bzw. Netzwerkfunktionen brauchen.

Kurzum: Meine Internetbox läuft kontinuierlich bei ca. 5,7 Watt und damit bin ich zufrieden. Sie ist garantiert kein Stromfresser und wird im Betrieb nicht heiß. Ich würde gerne wissen, wie viel Energie andere Wifi-Router verbrauchen. Wer etwas genaueres weiß, kann es mir gerne mittels der Kommentarfunktion unter diesem Artikel schreiben.

Artikeldatum: 14.05.2019 / letzte Änderung: 13. Oktober 2019

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Hinweis: Auch, wenn in den Texten alles sehr förmlich gehalten ist: Der Autor (Thomas) ist durchaus auch ein Freund des Du und freut sich über Kommentare.

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