Minimalismus & Frugalismus leben in der kleinen Wohnung

Nachgemessen: Stromverbrauch meines Wlan-Routers bzw. der Fritzbox

Meine Fritzbox ist permanent aktiv. Ihr Internet-WLAN-Router sicherlich auch (auch wenn Sie schlafen oder gar nicht zuhause sind). Wie viele Euro kostet mich so ein Gerät eigentlich monatlich? Wie hoch ist der Energieverbrauch meiner FritzBox?

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Viele Haushalte besitzen heute nun einen Router bzw. eine Box, die das Internetsignal aus der Telefonleitung mittels Funk (W-LAN) permanent in alle Richtungen abstrahlt. Man sieht dies ja dann auf dem Computer, dass meist noch viele anderen Funknetzwerke von den Nachbarn empfangen werden. Mit diesem WLAN-Router können sich dann alle internettauglichen Geräte, die „Wifi“ beherrschen, verbinden (Handys, Computer, Notebooks, „Smart-Geräte“, usw.). Auch ich nutze freilich so einen Router mit integriertem Internetmodul:

ein Internetrouter des Typs Fritzbox

Bei mir ist die „FritzBox“ in Betrieb (Modell 7430). Solch eine FritzBox dürfte sicherlich hierzulande der bekannteste Router sein und in vielen Haushalten kommt ein solcher zum Einsatz – kontinuierlich, 24 Stunden am Tag. Viele Internet-Provider liefern ähnliche „Internet-Boxen“ aus, von denen ich jedoch nicht den konkreten Stromverbrauch kenne. Die meiste Zeit wird solch ein W-LAN-Router jedoch selten benötigt. Er arbeitet bzw. „funkt“ jedoch weiterhin permanent weiter. Er verbraucht dabei freilich durchgehend Strom.

Anzeige der aktuellen Stromkosten auf dem DisplayMit meinem Stromkostenmessgerät konnte ich jeden Energiebedarf genau nachmessen.

Da wollte ich natürlich einmal wissen, wie hoch der Stromverbrauch meiner Fritzbox eigentlich ist und wie viel Geld ich dafür im Monat ausgeben muss. Also nahm ich das Strommessgerät und maß einmal nach: Meine Fritzbox arbeitet permanent mit einer Leistung von 5,7 Watt. Das ist ein guter Wert! Die Box ist dabei ungefähr „handwarm“, jedoch nicht etwa heiß. Angeschlossen ist hierbei auch ein LAN-Kabel (für meinen PC und den Raspberry Pi), weiterhin ist die Funkverbindung (W-LAN) aktiviert und mein Handy sowie der Laptop ist verbunden. Auch ein analoges Telefon ist angeschlossen sowie ein USB-Stick als Speicher, auf den ich von allen Geräten im W-LAN zugreifen kann. Jeden Monat muss ich ca. 1,19 Euro für den permanenten Betrieb meiner Fritzbox berappen. Im Jahr belaufen sich die Stromkosten für diesen Router also auf knapp 15 €. Der Energieverbrauch einer solchen Internetbox ist ungefähr so hoch (eher gering) wie ein kleiner, moderner Kühlschrank.

Ich betreibe den Router jedoch im „reduzierten Funkbetrieb„: Ich hatte die W-LAN-Sendeleistung auf lediglich 6% verringert (Diese Funktion war für mich ein wichtiger Grund für den Kauf der FritzBox). In meiner kleinen Einzimmerwohnung benötige ich freilich nicht mehr Wifi-Leistung. Es soll ja Menschen geben, die direkt neben so einem Funksender schlafen, auch wenn dieser bis hin zum Nachbarhaus zu empfangen ist. Das halte ich für ungesund. Erstaunlicherweise reduzierte sich der Energieverbrauch bzw. die Leistung meines Internetrouters bei der W-LAN-Reduzierung von 100% auf 6% nicht. Es bleibt bei mir bei den (immer noch wenigen) 5,7 Watt. Immerhin wird die Box dann nicht mehr so warm (und nutzt sich technisch vermutlich weniger ab; bietet so mehr Sicherheit dank geringerer Reichweite).

Mir geht es hier aber auch um meine Gesundheit. Selbst in der offiziellen Bedienungsanleitung eines Telekom-Routers steht:

der Router solle nicht in der Nähe von Schlaf-, Kinder- und Aufenthaltsräumen aufgestellt werden

Handbuch Telekom Router Speedport Smart 2017, S. 21

Dies trifft natürlich auch auf alle anderen Geräte zu und ich schätze hier die Funktion sehr, dass man die Abstrahlleistung reduzieren kann. Auch wenn es bei meinem W-LAN-Router hierbei keinen Energiegewinn gibt, drossele ich dessen Leistung so weit wie nur möglich. Nachts schaltet sich das W-LAN der Fritzbox ohnehin automatisch aus (und morgens automatisch ein).

ein PC

Mein PC ist via LAN-Kabel am Router angeschlossen. Ein kabelloses WLAN benötige ich hierfür gar nicht.

Schaltet man aber die W-LAN-Funktionalität komplett aus, reduziert sich der Stromverbrauch der Internetbox um ca. 700 mW!. Das heißt bei mir, dass sie nun nur noch 5 Watt an Arbeitsleistung vollbringen muss. In der Tat ist das Deaktivieren des „Wifi-Signals“ bei mir im Haushalt nicht ganz unsinnig, denn mein PC und mein Raspberry sind einfach mittels einem normalen Netzwerkkabels an den Router angeschlossen. W-LAN benötige ich nur fürs Handy oder für das Notebook, wenn ich es denn mal hervor hole. Eine Ersparnis unter einem Watt ist allerdings so gering, dass sie sich nach einem Jahr im Portmonee kaum bemerkbar machen wird (Es sind je Monat ca. 19 Cent). Dennoch: Hätte ich kein Handy im Haushalt (mittels welchem ich, dank WiFi, auch mein Mediencenter steuere), würde ich versuchen, lediglich über das gute, alte LAN-Kabel meinen PC ans Internet bzw. Netzwerk anzuschließen. Das spart Strom, bringt eine höhere Geschwindigkeit bzw. Stabilität und ist sicherlich auch gesunder. Es muss wahrlich nicht überall funken! Zudem ist eine Netzwerkverbindung über Kabel auch viel sicherer gegenüber Hacker.

Die meisten Haushalte werden sicherlich mit einem kostenlosen Router ausgerüstet sein, den es vom Internetanbieter gleich mit dazu gab. Wenn es eine Fritzbox ist oder ein anderer, stromsparender Router, dann ist es ja auch gut so. Ich erinnere mich an mein Vorgängermodell, das war noch eine alte „Alice Box“. Die wurde im Betrieb äußerst warm, was immer auf einen sehr hohen Stromverbrauch schließen lässt (damals hatte ich noch nicht nachgemessen). Betreibt man solch ein Gerät durchgehend über mehrere Jahre (was ja meist der Fall ist), dann sollte man sich überlegen, nicht gleich ein stomsparenderes, besseres (Sendeleistung einstellen, Heimserver verfügbar, …) W-LAN-Modul zu kaufen. Dessen Anschaffungskosten werden sich dann bald amortisiert haben. Bei meinem derzeitigen Internetvertrag von O2 verzichtete ich auf die Hardware, die mitgeliefert werden konnte. Dadurch sparte ich ca. 45 €, die ich gleich in eine eigene DLS-Box investierte. Diese muss ich später natürlich auch nicht zurückgeben und sie ist freigeschaltet für alle anderen Anbieter (kein sogenanntes „Branding“).

Sendeleistung an der Fritzbox einstellen

Im Konfigurationsmenü meiner Fritzbox (über den Browser im Heimnetz erreichbar) kann ich die Sendeleistung des W-LAN-Moduls reduzieren. Dies war einer der Hauptgründe, warum es ein solcher Router der Firma AVM für mich sein musste. Weiterhin habe ich eingestellt, dass sich das W-LAN nachts, wenn alles schläft, ebenfalls zur Ruhe legen kann bzw. morgens wieder „aufwacht“.

Wenn Sie das WLAN nur benötigen, wenn Sie daheim sind, dann können Sie es an vielen Routern mittels Knopfdruck ausschalten, bevor Sie z. B. zur Arbeit- oder ins Bett gehen. Die besagte FritzBox besitzt zumindest so einen Knopf. Damit sparen Sie etwas Strom und gönnen dem Gerät eine Pause, was sich sicherlich positiv auf dessen Lebensdauer auswirken wird.

Bei der AVM Fritzbox kann man im Menü aber auch einstellen, dass sich das W-LAN-Sendemodul zu bestimmten Zeiten (Nachts und / oder wenn Sie auf Arbeit sind) automatisch deaktiviert. Eigentlich könnte man die Box zu diesen Zeiten auch ganz ausschalten! Jedoch hadere ich hiermit, denn diese Geräte sind ja kleine Minicomputer. Und einen solchen sollte man nicht hart beenden, sondern sauber herunter fahren. Hierfür gibt es allerdings keine Funktion. Man müsste schon rabiat den Stecker ziehen, was ich nicht tue, da ich Datenverlust oder eine Beschädigung befürchte. Außerdem nutze ich die Box als Medienserver (ich greife z. B. vom Handy unterwegs darauf zu) und daher bleibt sie stets aktiv. Bei nur knapp 6 Watt elektrischer Leistung (bzw. einem entsprechenden Energieverbrauch) habe ich hier keine Bedenken.

Ich hatte im Menü der FritzBox auch einige andere Einstellungen ausprobiert und wollte wissen, ob diese direkt etwas mit dem Stromverbrauch zu tun haben:

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Grundsätzlich bietet diese Internet-Box im Konfigurationsmenü auch eine Übersicht über den Stromverbrauch:

Stromverbrauch einer Fritzbox

Smartphone als Anrufmonitor

Übrigens: Wer die Fritzbox für ein Festnetztelefon nutzen möchte, kann via externem Smartphone über eingehende Anrufe informiert werden. Es kann von diesem aus auch die Festnetznummer genutzt werden.

Allerdings sehen Sie hier nur, welche Komponenten der Fritzbox in Relation Strom verbrauchen. Sie sehen hier nicht, wie viel dies in der Summe ist und was dies nach einem Monat im Dauerbetrieb für den eigenen Geldbeutel bedeutet. Aber ich kann es Ihnen ja sagen: Es sind – wie oben schon erwähnt – ca. 1,20 Euro jeden pro Monat. Dies betrifft zumindest meine FritzBox (Model 7430) und dies bei einer reduzierten Wlan-Sendeleistung, aktivem Nachtmodus (Wifi ist aus), ein USB-Stick ist angeschlossen (der möchte auch etwas Energie abhaben, wie auf dem Screenshot ersichtlich), ein analoges Telefon (eigene Festnetznummer) hängt daran sowie zwei LAN-Geräte mittels Netzwerkkabel.

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Mit diesem Energiekosten-Messgerät ermitteln Sie die exakten Stromkosten (in €), die die jeweils angeschlossenen Geräte verursachen. Sie können nun ganz genau einschätzen, was Ihre größten Stromverbraucher sind und welche Kosten diese je Monat verursachen.

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Ich nutze die Box seit zwei Jahren im Dauerbetrieb und hatte hier nie Probleme. Ich würde mir so einen Router von AVM jederzeit wieder kaufen, insbesondere wegen der cleveren Sonderfunktionen (eigenes VPN, eigener FTP-Server, integrierte DynDNS-Funktion) und natürlich wegen der geringen Leistungsaufnahme und der gut konfigurierbaren Funktionalität. Beim Kauf sollte man aber unbedingt beachten, welche Art von DSL man zuhause hat (VDSL, Kabel-DSL usw.). Es gibt viele verschiedene Modelle. Die teuersten punkten oft mit einer besseren Telefonfunktionalität, welche viele Nutzer vielleicht gar nicht benötigen, da sie lediglich die Internet- bzw. Netzwerkfunktionen brauchen.

Kurzum: Meine Internetbox läuft kontinuierlich bei ca. 5,7 Watt und damit bin ich zufrieden. Sie ist garantiert kein Stromfresser und wird im Betrieb nicht heiß. Ich würde gerne wissen, wie viel Energie andere Wifi-Router verbrauchen. Wer etwas genaueres weiß, kann es mir gerne mittels der Kommentarfunktion unter diesem Artikel schreiben.

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Artikeldatum: 14.05.2019 / letzte Änderung: 23. Februar 2021

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Steuerzahler | am 4. Mai 2021

Ist der VDSL-Anschluss bei der Deutschen Telekom, oder hat der Anbieter die Leitung bei dieser zugemietet, bei anderen Anbieter gilt aber vermutlich das Gleiche, sollte man aus zwei Gründen
KEINESWEGS den Router per Zeitschaltuhr oder manuell vom Stromnetz trennen, weil

1) Der Telefonanschluss bei ALL-IP (Telekom-Slang, alles mit VOIP, „Übertragung über das Internet“) über die VDSL/ADSL-Verbindung läuft. Tritt nachts ein Notfall (Einbrecher, Herzinfarkt, Schlaganfall, bzw. Gasaustritt in der Nachbarschaft) ein, sind die „Festnetz“-Telefone tot, man kann weder Hilfe rufen, noch angerufen (Polizei, Rettungsstelle, Katastrophenschutz, THW) werden.
(Handy-Nr. ist nicht im Telefonbuch, Anruf nicht möglich). Neusynchronisation dauert ca. 5 Minuten und ggf. kommt man nicht an Fritz!Box ran (Einbrecher daneben) und Handy-Akku leer.

2) (Nicht nur) die Telekom verwendet DLM.
Die VDSL-Gegenstelle beobachtet die Fehlerrate und die Rate der VDSL-Verbindungsabbrüche (Synchronisationen). Sobald ein Abbruch festgestellt wird, sinkt die für den VDSL-Anschluss durch die Gegenstelle freigegebene Datenrate, also die maximale Sync-Rate, die die Fritz!Box o.ä. verwenden darf. Die Datenrate wird schrittweise solange abgesenkt, bis keine Abbrüche mehr stattfinden. Der Sinn ist, Technikerkosten, unzufriedene Kunden und Servicekosten durch Kundenanrufe „mein Internet fällt immer aus, Telefonate brechen ab, bäh bäh bäh“ vollautomatisch zu verhindern.
Diese vorgegebene Rate sieht man in der obersten Zeile der DSL-Informationen in jeder Fritz!Box – aber nicht ob, das DLM diese zum ursprünglichem Wert bei Anschlussschaltung bereits abgesenkt hat – also diesen Wert aufschreiben.

Sobald drei Wochen (vier? 2 Monate?) keine Abbrüche oder hohe unkorrigierbare Fehlerraten mehr beobachtet werden, wird diese Maximalgeschwindigkeit automatisch wieder schrittweise angehoben.

Jeder Neustart, Stromverlust etc. ist für die Gegenstelle nicht von einem durch eine instabile VDSL-Leitung (Blitze bzw. Störungen durch Übertragungen auf benachbarten Adern — 7390 stört die Nachbarn, außer mit letzter Beta-Firmware, da Vectoring Unterstützung fehlerhaft) zu unterscheiden. Ausnahme: Die Box hat in deren Weboberfläche eine „Klicken zum Neustart-Funktion“ (Reboot) eingebaut, dann kann die Box den Leitungsverlust der Gegenstelle ankündigen und das DLM greift nicht ein.
Abbrechen werden DSL-Verbindungen, wenn diese mit zu hoher Geschwindigkeit und damit zu geringem Störabstand gegen vorübergehende Schwankungen (Blitz etc.) betrieben werden, wie stark die Schwankungen sind, hängt vom individuellen Anschluss ab.

DLM betrifft nicht (uralte) DSL-Verträge, bei denen die Datenrate fest eingestellt ist (also nicht (A)DSL mit z. B. 6 MBit, alle nicht außer RAM und VDSL(2), Vectoring, Super-Vectoring). Bei denen sind so reichlich Reserven in die von individueller Anschlusslänge und Leistungsquerschnitt abhängige Maximalgeschwindigkeit (fixe Sync-Rate) eingerechnet, dass das Motto „ganz“ (Synchronisation mit der vorgegebenen fixen Geschwindigkeit) oder „gar nicht“ gefahrlos umgesetzt werden kann und wird.

Das ist bloß eine kleine Anmerkung, mir gefallen die Strommessungen und fundierten Informationen hier ausgezeichnet und die sind SEHR hilfreich, DANKESCHÖN!

Thomas (Admin)
Vielen Dank für den ausführlichen Kommentar!

Sebastian | am 2. April 2021

Hallo zusammen 🙂

Auch wenn der Beitrag nun schon etwas älter ist, auch nochmal von mir ein kleines Feedback, vielleicht ist es für den ein oder anderen noch von Interesse.

Ich trenne unseren Router seit nunmehr 2 Jahren per Zeitschaltuhr zwischen 01 Uhr und 08 Uhr komplett vom Netz und hatte bislang noch keine Probleme (ConnectBox der Unitymedia). Unser Router verbraucht im Standby-Modus aber auch 12 Watt, eine ganz schöne Menge. Durch das nächtliche Abschalten der Router spare ich damit rund 30,7 kWh. Den Eigenverbrauch der Zeitschaltuhr berücksichtigt (0,35 W Leistungsaufnahme; rund 3,0 kWh/Jahr) komme ich damit auf eine Stromsersparnis von ca. 27,7 kWh/Jahr.

Unterm Strich spare ich damit rund 8,30 € im Jahr, verlängere die Lebenszeit des Geräts und tue meiner Gesundheit auch noch etwas Gutes. Und das ganze ohne Komfortverlust. Im Übrigen ist auch dem Klima ein (kleiner) Dienst getan und die IT-Sicherheit erhöht es auch 🙂

Im Übrigen schalte ich den Router auch aus, wenn niemand daheim ist. Die Einsparungen kann ich hier aber nur abschätzen. Jedenfalls dem Router hat es aber nicht geschadet!

Thomas (Admin)
Danke für den Kommentar! Wenn ich mir die anderen Meinungen hierzu durch lese, scheint es tatsächlich kein Problem für den Internet-Router zu sein, wenn man ganz „hart“ jeden Tag den Stecker zieht.

Xiaopang | am 22. Februar 2021

Guter Artikel, der mich bewogen hat, den Stromverbrauch meines Routers ebenfalls zu messen.

Mein Setup: FritzBox 7530 mit deaktivierten LEDs
4x Lan (3x 100Mbit, 1x1Gbit), darunter ein PowerLine 1260E+1220E
Wlan mit 2,4 und 5 GHz (100% Leistungsstärke) + Gäste-Wlan
USB (USB 3.0 Power Mode) mit angeschlossenem Raspberri Pi 3b+
Mesh-Modus mit den PowerLine Adaptern, sowie ein Repeater

Verbrauch: 8W (bei gleichzeitiger Auslastung der Internetverbindung durch Videostreaming und vier angeschlossenen Wlan-Geräten + 8 weiteren im Gästenetzwerk)

Um auch noch etwas zur Frage zu sagen, ob das plötzliche Ausschalten eines Routers Probleme bereiten könnte: definitiv nicht. Seit 20 Jahren hängen meine Router (davor FritzBox 6490, Speedport W500V, VF EasyBox 402 u.a.) an Funksteckdosen und werden bei Nichtbenutzung (Nachts, sowie wenn ich das Haus verlasse) entsprechend ausgeschaltet und das in der Regel 2-4 Mal am Tag. Bisher ist mir noch kein Router (oder sonst ein Gerät (TV, Lautsprecher, Receiver, Monitore, Lampen)) kaputt gegangen. Auch wenns mittlerweile Minicomputer sind, so läuft deren Software doch aus einer fixen Flashumgebung heraus und kann nicht einfach so durchs Ausschalten korrumpiert werden. Bestenfalls fehlen nach dem Ausschalten ein paar Logeinträge.

Alles in allem erstaunlich wenig für das was meine FritzBox leisten muss. AVM selbst gibt die Leistung mit durchschnittlich 6W an, welche aber auch auf 18W ansteigen kann:

https://avm.de/service/fritzbox/fritzbox-7530/wissensdatenbank/publication/show/138_Stromverbrauch-der-FRITZ-Box/

Spaßeshalber habe ich auch mal die Wlan Leistung auf 6% gesenkt und alle LAN-Anschlüsse auf 100MBit gedrosselt, konnte aber keine Änderungen feststellen.

Thomas (Admin)
Hallo und danke für den ausführlichen Beitrag! Ich lasse nachts Backups auf den Stick an der Fritzbox schreiben bzw. noch einige andere Internet-Dienste via Raspberry laufen. Daher kann ich die Internetbox leider nicht automatisch ausschalten, schade. Denn ich hätte jetzt gedacht, dass ein regelmäßiges „hartes“ herunter Fahren Probleme bringt. Vielen Dank für das Teilen der Erfahrungen!

Enzmann | am 6. Dezember 2020

Die Auswahl des WLAN-Modus b+g ist keine gute Idee, sofern keine b-Clients versorgt werden müssen, da dies den WLAN-Durchsatz reduziert.

Dass die Sendeleistung keinen messbaren Einfluss auf den Stromverbrauch hat ist klar. Maximal zulässig sind bei 2,4 GHz 100 mW, was von den wenigsten Geräten ausgereizt wird. Ich würde hier von ca. 30 mW Sendeleistung bei Auswahl von 100 % ausgehen. Das drosseln der Portgeschwindigkeit auf 100 MBit/s hätte wahrscheinlich einen größeren Effekt.

Jürgen | am 21. Juni 2020

Ich sympathisiere mit dem Gedanken mein Fritzbox nachts (0:00 – 7:00 Uhr) zur Stromersparnis per Zeitschaltuhr vom Netz zu nehmen, da ich in dieser Zeit so gut wie nie seine Dienste brauche.
Was mich verunsichert ist die kontrovers diskutierte Frage, ob eine solche regelmäßige Ein- und Ausschaltung der Box für das Gerät ninsichtlich seiner Funktion und Lebensdauer schädlich ist. Kann mir dazu jemand Kompetentes – gerne auch nur aus langjähriger persönlicher Erfahrung) etwas sagen?

Thomas (Admin)
Hallo Jürgen, im Kommentar nach diesem beschreibt ein Anwender, dass er die Box seit 8 Jahren jede Nacht per Zeitschaltuhr vom Strom trennt bzw. morgens wieder automatisch aktivieren lässt. Also genau das, was Sie auch vorhaben. Offenbar stört dies das Gerät einmal täglich nicht. Ich selbst habe da keine solche Langzeiterfahrungen, da ich die Box auch für nächtliche Backups (auf angeschlossenes USB-Gerät) nutze.

Thorsten | am 11. Mai 2020

Die Einstellung mit der Sendeleistung kannte ich noch nicht, ich probiere jetzt, ob ich mit den 6% auskomme.
Ich habe das 2,4GHz WLAN abgeschaltet, keine Ahnung ob das viel bringt. Das geht nur, wenn man nur neuere Geräte hat .
Ein Nachteil, wenn die Fritzbox immer an ist : der Autokanal kann festhängen, wenn es ein einziges Gerät gibt , das die WLAN Verbindung aufrecht erhält . Das ist bei mir der Fall, da mehrere Bewohner ihre Handies evtl. anlasse oder es vergessen. Die Fritzbox wird seit über 8 Jahren jede Nacht per Zeitschaltuhr hart getrennt und morgens wieder hochgefahren.

Thomas (Admin)
Vielen Dank für die weiteren Infos! Dass bei der Box jede Nacht seit Jahren der Stecker gezogen wird, ist ja einmal ein positives Zeichen, dass dies wohl doch nicht so schlimm für die Elektronik ist.
Das kenne ich auch, allerdings in einem anderen Zusammenhang: Wenn jemand ein Smartphone hat, bei welchem sich das W-LAN im Ruhezustand nicht ausschaltet, „blockiert“ dies die Auto-Abschalt-Funktion der Fritzbox, aber nur, wenn man das Häkchen dazu setzt, dass das Signal an bleiben soll, wenn noch ein Gerät darauf zugreift. Ich habe bei mir einen festen Sendekanal eingestellt. Das funktioniert seit Jahren gut.

Leser | am 23. Januar 2020

Welcher Strompreis liegt der Berechnung zu grunde?

Da kann was nicht stimmen …

bei Strompreis von ca. 0,29 EUR/kWh ergeben sich bei einer gemessenen Leistung von 5,7W dann 0,1368 kWh/Tag also 49,932 kWh/Jahr (365 Tage), in EUR sind das dann 0,0396 EUR/Tag und 14,48 EUR/Jahr!

siehe auch hier: https://www.bbx.de/stromkostenrechner/
(einfach mal eingeben: 5,7W, 24h/Tag, 7Tage/Woche, Strompreis 0,29EUR/kWh)

….

Viele Grüße

Thomas (Admin)
Die Rechenergebnisse decken sich ca. mit den meinigen. Ich hatte sicherlich gerundet.
Mittlerweile kann man aber bei vielen Stromanbietern auch schon mit 0,3 € die Kilowattstunde rechnen. Die Preise haben sich ja erhöht.

Viele Grüße zurück!


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