Minimalismus & Frugalismus leben in der kleinen Wohnung

Kosten Kaffee zubereiten

Espressokanne auf dem Herd: Wie viel Strom verbraucht sie und was kostet das?

Thomasletzte Änderung: Sep 2022Stromverbrauch meiner Gerätenoch keine Kommentare

Seit einiger Zeit koche ich mir meinen Kaffee mit solch einer kultigen Espressokanne, die man hierzu auf den Herd stellen muss. Mich interessierte, wie viel kostet wohl das Aufkochen von Kaffee mit solch einem Espressokocher? Wie viel Strom wird hierbei verbraucht?

Eigentlich sind diese Kannen für die Zubereitung von Espresso gedacht. Ich koche mir damit aber auch meinen ganz normalen morgendlichen Kaffee. Das funktioniert genau so gut und ich mag dieses minimalistische Konzept einer solchen Espressokanne:

eine Espressokanne auf dem Herd

Das schaut doch toll aus und in fünf Minuten blubbert der Kaffee von unten nach oben in den oberen Bereich der Kanne, wo er aus einer Art Docht heraus läuft. Hierbei wird durch die Hitze der Herdplatte ein Druck erzeugt, welcher das Wasser aus dem unteren Bereich nach oben durch ein Sieb mit Kaffeepulver presst.

Aber wie man auf dem Foto sieht, muss hierfür die ganze Herdplatte heizen. Bei meinem Herd kann ich leider nicht nur einen einzigen (inneren) Teilbereich der Herdplatte aktivieren – Stets heizt die gesamte Platte. Im Winter wird es dafür beim Kaffekochen spürbar wärmer in der kleinen Küche.

Was kostet mich einmal Kaffekochen mit der Espressokanne auf dem Herd? Wie viel Strom wird dabei verbraucht? Ich habe ja mein Energiekosten-Messgerät:

ein Energiemessgerät

Damit habe ich schon den Energieverbrauch von so manchem Gerät in meinem Haushalt gemessen (siehe auch die Kategorie Was verbraucht wie viel Strom?).

Hinweis: In diesem Beitrag gemessene bzw. errechnete Stromkosten beziehen sich noch auf die »normalen« Energiepreise aus dem Jahr 2021. Derzeit haben sich diese (Preis pro kWh) – es ist bekannt – leider teils sehr erhöht und man muss diese Energiekosten entsprechend verdoppeln oder gar verdreifachen – je nachdem welchen kWh-Preis der eigene Anbieter derzeit verlangt. Hier wurde noch mit knapp 30 Cent pro kWh gerechnet.

Meine Messwerte:

  • Wenn ich meine Espressokanne voll mit Wasser fülle (bis zum Ventil) und bei Stufe 4 (von 6) auf dem Herd erhitze, dauert das Aufkochen ganze 12 Minuten. Hierbei werden 0,093 kWh (Kilowattstunden) Strom verbraucht. Der Herd leistet dabei eine Arbeit von ca. 477 Watt. Bei einem Preis von 30 Cent pro Kilowattstunde kostet mich der Strom für das Zubereiten von einer kleinen Kanne Espresso / Kaffee mit dem abgebildeten Espressokocher ca. 3 Cent.
  • Als nächstes hatte die Herdplatte auf das Maximum an Leistung eingestellt (Stufe 6 von 6). Nun dauert das Kochen meines Kaffees mit der Espressokanne auf dem Herd nur noch sechs Minuten! Die Leistung beträgt jetzt auf voller Stufe der Herdplatte 1100 Watt. Die doppelte Heizleistung bewirkt also, dass die Zeit zum Aufkochen tatsächlich um die Hälfte gesunken ist.
    Und jetzt wird es spannend: Wie viel Strom wird dabei verbraucht? Es waren bei meinen Messungen ca. 0,093 kWh. Das ist ja genau so viel wie bei der niedriger eingestellten Herdplatte! Genau – Nur dauerte das Heizen dank der höheren Leistung nur noch die Hälfte. Der Stromverbrauch ist also der selbe, die Zeit wurde jedoch halbiert, bis der Kaffee endlich in der Espressokanne blubbert. Auch hier kostet das Aufkochen also ca. 3 Cent.
    Dies ist übrigens ungefähr so viel, wie das Kochen eines Frühstückeis kostet (→ sparsame Methode Ei kochen).

Als Sparfuchs hatte ich mir auch überlegt, das Wasser im Wasserkocher zu erhitzen und dann in den Espressokocher umzufüllen. Denn der Wasserkocher verbraucht weniger Strom als die Herdplatte.

Das hatte ich dann nachgemessen: Das Erhitzen des Wassers im Wasserkocher verbrauchte ca. 0,046 kWh Strom. Nach dem Umfüllen in die Espressokanne musste diese noch für ca. 0,069 kWh Strom erhitzt werden. Insgesamt wurden hierbei also ca. 0,115 kWh Strom verbraucht. Das ist mehr als beim normalen Erhitzen mit der Espressokanne (0,093 kWh). Man kann sich den Vorgang mit dem Wasserkocher in diesem Fall also sparen. Außerdem wird es dann kompliziert, den unteren Teil der Espressokanne zum Zuschrauben zu halten, da dieser ja ob des bereits sehr heißen Wassers darin ebenfalls sehr heiß ist.

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Ich koche mir täglich min. zwei Kännchen Kaffee auf der Herdplatte auf. Derzeit kostet die Kilowattstunde bei meinem Stromanbieter 30 Cent. Einen ganzen Monat Kaffeekochen auf der Herdplatte mit der Espressokanne würde mich also ca. Euro 1,7 kosten. Pro Jahr müsste ich also immerhin 20 Euro nur für den Strom fürs Kaffeekochen aufbringen.

Die Alternative wäre hier eine simple Pour-Over-Kanne. Der Stromverbrauch liegt hierbei dann (mit Wasserkocher) bei ca. der Hälfte. Solch eine Espressokanne ist also eher nicht für Vieltrinker von Kaffee / Espresso zu empfehlen. Der Stromverbrauch auf der Herdplatte ist doch relativ hoch, wenn man Wert auf eine möglichst geringe Energiebilanz im Haushalt legt.

veröffentlicht: 25.01.22 | letzte Änderung: 4.09.22

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