Minimalismus leben in der kleinen Wohnung

Kostenvergleich von Energiesparlampe, LED-Lampe und Halogenbirne


In meinem Haushalt hatte ich in den letzten Jahren unterschiedliche Leuchtmittel getestet. Früher gab es natürlich die normale Glühbirne, die sehr viel Energie verbraucht. Dann kam die Halogenlampe, die Energiesparlampe und schließlich kamen günstige LED-Birnen auf den Markt. Etwa gleich absteigend ist deren Energieverbrauch. Ich habe nachgemessen.

Ich habe auf dem Schreibtisch eine Leuchte stehen, in der ich seit Jahren eine (ältere) Energiesparlampe nutze. Diese arbeitet stets mit einer Leistung von 13,8 Watt (angegeben sind 15 Watt).

eine alte Energiesparlampe

Diese Energiesparlampe ist bei mir seit ca. 9 Jahren täglich über mehrere Stunden in Betrieb. Das sieht man ihr auch an, sie ist schon etwas vergilbt (aber funktioniert weiterhin ohne Probleme!) und ich möchte sie doch einmal gegen ein noch sparsameres Leuchtmittel austauschen, obwohl sie eben weiterhin noch sehr gut funktioniert (was man von herkömmlichen Glühbirnen nun nicht gewohnt ist).

Diese Leuchte ist bei mir den halben Tag über an. Ich arbeite ja auch von Zuhause. Das kostet mich jeden Monat immerhin 1,44 €. Ich werde doch einmal schauen, ob ich dieses Leuchtmittel beizeiten nicht einmal durch eine LED-Lampe ersetzen kann:

LED-Glühbirne E27 bei 220 V

eine LED E27 Lampe

Eben meinte ich noch, dass ich die (mittlerweile betagte) Energiesparlampe ggf. austauschen wolle. Dies habe ich nun auch getan – mit einer modernen LED-Glühlampe für die passende, klassische „E27-Fassung“ beim Steckdosenstrom von 220 Volt. Dies ist die am meisten verbreitete, große Lampenfassung. Sie sehen gleich einen konkreten Vergleich:

Vergleich Energiesparlampe Halogen-Birne LED-Birne

Verbraucht die alte Energiesparlampe – die etwas aussieht wie eine Mini-Leuchtstoffröhre – Strom bei ca. 15 Watt (laut Herstellerangabe), so arbeitet eine moderne 220 V E27-LED-Leuchte bei gleicher Lichtstärke (806 Lumen) und bei gleicher Lichtfarbe (2700 Kelvin [„warmweiß“]) Strom für lediglich ca. 6 Watt! Eine solche LED-Glühbirne verbraucht also bei gleicher effektiver Leistung weniger als die Hälfte an Strom wie eine klassische Energiesparlampe.

Vergleich mehrer Glühbirnen-Typen

Die Aufnahmen wurden je mit den selben Kameraeinstellungen angefertigt und zeigen daher den tatsächlichen Helligkeits- und Farbunterschied zwischen den einzelnen Leuchtmitteln. Beachten Sie hierbei auch, inwiefern der Lampenschirm ausgeleuchtet wird. Die neue LED-Birne ist in allen Belangen der klare Sieger des Tests.

Ich hatte die Lichtstärke und Lichtfarbe dann einmal mit drei der mir zur Verfügung stehenden Glühbirnen verglichen: ältere Energiesparlampe, Halogenbirne, LED-Glühbirne. Alle drei haben den selben Anschluss („E27“) und alle drei haben ca. die selbe Lichtfarbe (warmweiß bzw. ca. 2700 Kelvin). Auch die Leuchtstärke ist je ungefähr gleich: Sie leuchten alle genau so stark wie eine klassische 60-Watt-Glühbirne (am hellsten ist jedoch die LED-Birne). Nur die dafür notwendige Arbeitsleistung ist je eine gänzlich andere! Die neue LED-Glühbirne verbraucht hierfür mit Abstand am wenigsten Strom und wird dabei auch kaum heiß. Was man bei dem Vergleichsfoto auch gut erkennen kann, ist, dass die alte Energiesparlampe, der Bauart wegen, den Lampenschirm nur zur Hälfte ausfüllen kann. Dies ist bei den LED-E-27-Birnen übrigens auch der Fall, wenn jene außen aus Plastik sind bzw. nur oben durchleuchten können. Viel besser sind hier die LED-Lampen in der typischen Birnen-Glasform. Sie strahlen das Licht fast rundherum gleichmäßig ab bzw. füllen einen Lampenschirm vollständig aus.

eine Bluetooth-Birne

Solche „China-Bluetooth-Birnen“ musizieren für Sie, lassen sich über das Handy steuern und können dabei bei wenig Stromverbrauch genügend hell leuchten. Da hier aber lediglich die „Deckelklappe“ leuchtet, füllen sie einen Lampenschirm nicht genügend aus. Ich würde solche „Billig-220V-Stromverbraucher“ nie unbeaufsichtigt lassen.

Da meine neue LED-Birne von Osram nun nur noch bei 6 Watt elektrischer Leistung arbeiten muss, brauche ich mir über deren Stromverbrauch wahrlich keine Gedanken mehr zu machen. Sie kann ruhig den ganzen Tag über brennen und verbraucht damit lediglich 1/10 der Energie, welche eine herkömmliche 60-Watt-Glühbirne verbrauchen würde. Hoffentlich hält sie dann auch so lange durch wie die Energiesparlampe (ein Jahr lang tut sie es mittlerweile jedenfalls schon einmal). Zur Zeit bin ich mit der neuen LED-Leuchte bei je zehnstündiger Nutzung mit ca. 52 Cent im Monat gut und ohne Sorge dabei.

Stromverbrauch einer Halogenlampe in der Unterbauleuchte

In meiner Küche hatte ich unter dem Hängeschrank eine sogenannte „Unterbauleuchte“ installiert. Ich mag dieses relativ schwache Licht, welches in den Abendstunden dezent aus der Küche heraus ins Wohnzimmer leuchtet. Zum Zwiebelschneiden eignet sich dieses Licht bei mir weniger. Denn ich habe in meiner Unterschrankleuchte nur recht schwache Halogenlampen installiert (je 10 Watt). Ich mag es, wenn in der Küche abends ein stilles Licht indirekt (d. h. nicht ins Auge „fallend“) leuchtet.

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Nun sind hier also sogenannte Halogenlampen verbaut. Das sind kleine Birnchen, die offenbar mit einem speziellen Gas leuchten. Es sind keine Glühlampen der ursprünglichen Art. Sie werden mit einer internen Spannung von je 12 Volt betrieben. In der Unterbauleuchte befindet sich also ein kleiner Netzgerät. Ausgeliefert wurde meine Unterschrankleuchte mit zwei verbauten Halogenbirnen à 20 Trafo. Das war mir aber zu hell (zum Zwiebelschneiden nutze ich im Dunkeln die Deckenleuchte zum Sehen) und ich wechselte die Birnchen gegen 10-Watt-Halogenleuchtmittel aus.
Nun könnte man annehmen, die elektrische (Verbrauchs-) Leistung betrüge 20 Watt. Das ist meiner Meinung nach nicht ganz richtig, denn dieser Wert bezieht sich ja auf die (internen) 12 Volt. Tatsächlich messe ich bei meiner Halogenlampe eine 220-Volt-Leistung von 17,2 Watt an der 220-Volt-Steckdose. Dafür, dass dies nun lediglich ein dunkleres Stimmungslicht für mich ist, ist der Stromverbrauch ziemlich hoch! Die Lampen werden auch sehr heiß. Diese Art der Beleuchtung kann man heute wahrlich nicht mehr als effizient bezeichnen. Dies war früher – vor der Etablierung der LED-Technologie – sicherlich der Fall. Ich möchte doch einmal schauen, ob ich hierfür für die Fassungen wesentlich sparsamere LED-Birnen bekommen kann. Ich werde diese Unterbauleuchte zunächst also nur eher sparsam verwenden können. Schade.

Nachschlag: Ich habe nun für die Unterbauleuchte in meiner Küche passende LED-Lampen als Ersatz für die kleinen Halogenbirnen organisiert:

Ersatzbirnen als LED für Halogen

Da sieht man meine Unterbauleuchte, die (normalerweise unsichtbar) unter dem Hängeschrank in der Küche montiert ist. Zu sehen sind auch meine Topflappen von Oma. Doch darum soll es hier freilich nicht gehen: Die Abdeckungen der Lampen lassen sich mittels einem Schraubendreher leicht herunter klappen. Was kommt hinter der Diffusorscheibe zum Vorschein?

Je die Halogenglühbirne, die man einfach heraus ziehen kann. Sie sitzt in einem Sockel: Das ist bei mir der Sockel „G4„. Möchte man sich hierfür LED-Ersatz besorgen, dann sollte man eben in der Beschreibung achten, dass die LED-Birne genau für den besagten G4-Sockel passt. Die Art des Sockels steht auch auf einem Aufkleber auf der Leuchte. Zudem steht dort, dass Leuchtmittel mit je maximal 20 Watt betrieben werden dürfen. Geschenkt! Die LED-G4-Lampen arbeiten je mit lediglich ca. 1,5 Watt. Das bedeutet letztendlich, dass ich diese Lampe durch das Umrüsten auf LED-Lampen kontinuierlich brennen lassen könnte. Der Stromverbrauch ist (bei noch hellerem Licht als je 10 Watt Halogen) verschwindend gering. Er wird mich wenige Cent im Monat kosten.

Obacht beim Umbau: Wie man auf dem obigen Foto gut erkennen kann, ist die LED-Leuchte etwas größer als die Halogenbirne. Beide passen freilich in die G4-Fassung bzw. lassen sich problemlos durch den gleich breiten Stifte-Abstand in die Löcher der Fassung hinein schieben. Doch die Dicke und Länge beider Leuchtmittel ist etwas anders, die LED-Birne ist etwas größer. Bei meiner Unterschrankleuchte passt es und ich konnte die Deckel mit den Diffusorscheiben ohne Probleme wieder schließen. Glück gehabt. Die Birne, die ich als Ersatz verwende, ist von „Bioledex“ und leuchtet in einer Stärke von 100 Lumen bei eine Farbtemperatur von 2700 Kelvin. Das ist nicht zu grelles, warmweißes Licht. Es könnte für meinen Anspruch als Effektlicht noch etwas dunkler sein. Doch da diese LED-Lampen kaum heiß werden, könnte man ggf. noch etwas Butterbrotpapier als Lichtfilter mit hinein legen.

Artikeldatum: 14.05.2019 / letzte Änderung: 15. Mai 2019

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Hinweis: Auch, wenn in den Texten alles sehr förmlich gehalten ist: Der Autor (Thomas) ist durchaus auch ein Freund des Du und freut sich über Kommentare.

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