Minimalismus leben in der kleinen Wohnung

Meine Stromkosten für einen kleinen Kühlschrank im Monat gemessen


Auf meinem Blog habe ich viele Messergebnisse veröffentlicht, was den Energieverbrauch bestimmter Geräte im Haushalt anbelangt. Heute geht es wieder um einen Verbraucher, der (vermeintlich) permanent an ist und Strom verbraucht: Der Kühlschrank.

Jetzt wird es wieder interessanter! Denn im Gegensatz zu z. B. einem Toaster ist der Kühlschrank das gesamte Jahr über in Betrieb. Vermeintlich: Denn tatsächlich befindet sich so ein Kühlschrank größtenteils in einer Art Standby-Betrieb! Will sagen: Strom wird hier nur verbraucht, wenn der Motor läuft. Und Sie hören ja bei Ihrem Kühlschrank, wann dies immer der Fall ist (im Winter weniger als im Sommer).

Regler an einem Kühlschrank

Mit dem Regler im Kühlschrank steuert man, wie oft der Motor anspringen soll. Dadurch (durch die Frequenz) kommt letztendlich der Wert der inneren Temperatur zustande. Jedenfalls verbraucht mein Kühlschrank bei aktivierten Motor immer die selbe Strommenge. Zu berücksichtigen ist hier jedoch, wie oft der Motor eben in einem gewissen Zeitraum anspringt! Daraus ergibt sich dann der Energieverbrauch.

Die Beleuchtung im Inneren arbeitet bei 1,8 Watt. Dies ist freilich zu vernachlässigen, denn das Licht des Kühlschrankes ist ja fast immer aus. Der Motor meines kleinen „1-Personen-Kühlschrank“ (Energieeffizienzklasse A++) hat eine Leistung von gemessenen 57 Watt. Nun hatte ich mein Energiemessgerät angeschlossen und es im kWh-Modus einmal 12 Stunden zählen lassen: Hier wurden 0,077 kWh ermittelt. Rechnet man dies auf einen ganzen Tag um, so sind dies 0,154 kWh pro Tag. Dies kann ich dann einfach mit dem Preis multiplizieren, welcher mein Stromanbieter derzeit für eine Kilowattstunde berechnet (29 Cent). Also ergeben sich für den Betrieb meines Kühlschrankes monatliche Kosten von 1,25 Euro. Im Jahr sind dies lediglich 15 Euro.

ein digitales Bratenthermometer

Die Temperaturen hatte ich mit solch einem digitalen Bratenthermometer genau nachgemessen.

Wie bei der Energiemessung der Waschmaschine dürfen hier aber gewisse Einstellungen bzw. Eckpunkte nicht verschwiegen werden: Es handelt sich um einen recht kleinen Kühlschrank mit lediglich zwei Böden + Gemüsefach. Aber er besitzt durchaus ein schließbares Eisfach. Die Temperatur im Eisfach beträgt stets ca. -14,5 °C. Die Temperatur im oberen Speisefach beträgt bei mir ca. 7 °C. Ich kann diese Temperaturen halten, wenn ich den Temperaturregler stets auf den minimalen Wert von „1“ belasse. Das reicht aus: Der Motor springt so viel weniger an und nur damit komme ich auf die ca. 15 Euro pro Jahr. Läuft der Motor nicht, verbraucht das Gerät gar nichts! Jedoch hatte ich den Stromverbrauch meines Kühlschrankes im Winter gemessen. Im Sommer, wenn es in der Küche wärmer ist, wird der Motor öfter anspringen und ich müsste meine jährlichen Kosten hierfür etwas nach oben korrigieren.

Ich bin ja geizig und hatte seinerzeit übrigens überlegt, ob ich im Winter meinen Kühlschrank nicht ganz abschalten sollte, um die Lebensmittel stattdessen draußen in einer Kühlbox auf dem Balkon zu lagern. Seit ich weiß, wie wenig Strom so ein Kühlschrank jedoch im Jahr verbraucht, wenn man ihn nicht zu hoch dreht, bin ich von diesem Gedanken wieder abgekommen. Zudem hole ich mir hin und wieder vergünstigte Lebensmittel per App und bunkere diese dann.

Noch ein Hinweis: Einen Kühlschrank sollte man natürlich nicht direkt neben einer Heizung positionieren. Idealerweise steht er dort, wo es ohnehin kühler ist. Dadurch springt der interne Motor weniger oft an und man kann viel Strom sparen.

Artikeldatum: 14.05.2019 / letzte Änderung: 19. September 2019

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Hinweis: Auch, wenn in den Texten alles sehr förmlich gehalten ist: Der Autor (Thomas) ist durchaus auch ein Freund des Du und freut sich über Kommentare.

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