Minimalismus leben in der kleinen Wohnung

Die Solar-Lichterkette: Warmweiße Beleuchtung für den Außenbereich


Für den Balkon meiner kleinen Wohnung habe ich mir eine Solarlichterkette gekauft, die auch außen – z. B. bei Regen – gut funktioniert. Wichtig war mir ein warmweißes Licht und dass sie auch ohne viele Sonnenstrahlen am Tag genügend auflädt. Dies funktioniert jedoch nur bedingt. Ansonsten überzeugt sie allerdings durchaus. In diesem Artikel möchte ich einige Erfahrungen zu diesem Produkt preisgeben.

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Das Einrichten einer neuen Wohnung bedarf viel Zeit und Kreativität. Oft sind es die vielen kleinen Dinge, die man sich ausdenkt bzw. hierfür anschafft, welche einem also in der Summe viel Freude bereiten. Als Minimalist ist mir hier die Betonung auf „klein“ nicht unwichtig: Für ein stimmungsvolles Licht im Außenbereich der Wohnung sollte es zunächst tatsächlich etwas ganz Einfaches sein, das keinen Platz verschwendet und auch kein störendes Stomkabel benötigt.
Flugs besorgte ich mir eine LED-Lichterkette ohne Stromanschluss aber dafür eben mit Solarfunktion. Diese Lichterkette besteht eben aus einem Solarmodul mit langem Kabel. An diesem hängen viele kleine Gühbirnen. Tatsächlich handelt es sich hierbei natürlich um moderne und lichtstarke LEDs in Kugelform. War deren Licht früher immer unangenehm kalt bzw. augenscheinlich reinweiß, so hat sich dies heute etwas geändert: Meine Lichterkette erzeugt da ein wahrlich warmweißes und gemütliches Licht. Sehen Sie selbst:

eine Solar Lichterkette mit warmweißen Glühbirnen

Auf diesem Foto sehen Sie die Lichterkette im Einsatz bzw. bei Einbruch der blauen Stunde. Die Glühbirnen leuchten, wie man sieht, tüchtig hell und „zaubern“ ein wirklich angenehmes, warmes Licht. Doch ich musste mich für dieses schöne Foto etwas beeilen: Da den gesamten Tag über keine Sonne direkt auf das Solarmodul schien (es ist derzeit Winter), ließ die Leuchtstärke der LED-Lämplein bald nach. Anders sieht dies jedoch an sonnigen Tagen aus: Scheint die Sonne für mehrere Stunden direkt auf die Solarfläche, dann leuchtet die Lichterkette noch bis in die Nacht hinein ausreichend stark. Bei sonnigen Wintertagen glimmen die Lichter bisweilen auch noch am nächsten Morgen. Dennoch sind Solarlichter eher Sommermodelle.

*Fazit nach einem Jahr Nutzung: Die günstige Solarlichterkette – ich nutze dieses Produkt (auf Amazon) – funktioniert weiterhin problemlos. Das Solarmodul selbst installierte ich außerhalb des Balkons und so war es permanent Wind, Schnee und Regen ausgesetzt. Nur ein einziges Lämplein brennt bei mir nicht mehr. Den Verlust kann ich verkraften.

Sonnenschein tagsüber zum Aufladen: Ohne geht es kaum

Das Wichtigste, was man zum Betrieb einer solchen Solarlichterkette wissen muss, ist deren Verhalten bei viel bzw. wenig Sonne. Leider erfährt man hierbei als interessierter Käufer eher selten etwas Konkretes beim Studieren der Verpackungen im Dänischen Bettenlager, Ikea oder Obi (das hatte ich alles durch). Letztendlich hatte ich mich für ein Produkt bei Amazon entschieden, denn dieses Internetkaufhaus kann mit etwas aufwarten, was die örtlichen Shops nicht bieten können: (hoffentlich ehrliche) Kundenbewertungen. Doch auch hier ging es diesbezüglich eher vage zu. So entschied ich mich für eine Lichterkette, von der es hieße, sie leuchte auch bei tagsüber bedecktem Himmel ausreichend. Nun zu meiner eigenen Erfahrung:

Betrieb im Winter bei wenig Licht

Da möchte ich nach meinem eigenen Test gleich mit dem ungünstigsten Fall sozusagen mit der Tür ins Haus fallen: Freut man sich an einem grauen Wintertag, an dem tagsüber tatsächlich kein einziger direkter Sonnenstrahl das Solarpanel der Lichterkette erreichte, auf einen gemütlichen Abend bei warmweißem Licht durch die LED-Glühbirnen, so wird man enttäuscht sein: Bei solch schwachem Tageslicht konnte sich die eingebaute Batterie kaum aufladen. Die Lampen werden ca. zwei Stunden brennen und fortan nur noch glimmen. So ist dies leider bei diesen Modellen. Wer auch im Winter kontinuierlich ein schönes (und verlässliches) Stimmungslicht im Garten oder auf dem Balkon haben möchte, sollte hier besser auf Lampen vertrauen, die man mittels Steckdose speisen kann. Man würde hier schon ein riesiges Solarpanel benötigen, welches auch bei schwachem Tageslicht genügend Strom zum Leuchten erzeugen kann.

Leuchtdauer bei Sonnentagen

Anders sieht es hingegen dann aus, wenn der Himmel tagsüber nur gering bewölkt ist: Dann gelangt viel helles Sonnenlicht auf das Solarmodul und sorgt so über mehrere Stunden dafür, dass sich die integrierte Batterie nahezu vollständig aufladen kann. Wird es dunkel, geht die Lichterkette irgendwann automatisch an und leuchtet so über mehrere Stunden bis hinein in die Nacht. Im Sommer, wenn es am nächsten Tag also recht früh hell wird, werden dann die Glühlampen im Morgengrauen immer noch leicht glimmen. So lange hält hier die Stromversorgung an. Das habe ich nirgendwo gelesen, sondern es ist meine eigene Erfahrung zu diesem Produkt.

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Und noch ein Hinweis: Die Lampen werden ja letztendlich mittels Strom aus einem Akku versorgt. Wie Sie vielleicht schon wissen: Batterien und Akkus mögen keine Kälte. Im Winter ist es hierzulande nun einmal ziemlich kalt. Zum schwachen Licht (durch welches recht wenig elektrische Energie erzeugt werden kann) gesellt sich dann in der kalten Jahreszeit ein anderes Problem: Durch die Kälte kann weniger elektrische Energie an die Lämplein abgegeben werden. In den warmen (und hellen) Jahreszeiten ist solch eine LED-Lichterkette jedoch durchaus zu gebrauchen. Kurz: Es ist ein Dreijahreszeitenprodukt.

Funktionsweise

Nachdem nun das Wichtigste – also die Leuchtdauer – geklärt ist, soll sich etwas näher mit dem Produkt befasst werden. Für Gewöhnlich bestehen diese Solarlichterketten aus mehreren LEDs, die sich in einer bestimmten Kunststoffform befinden. Meine hat runde Lämplein, was mir sehr gefällt, erinnern diese doch an die Glühlampen herkömmlicher Lichterketten (für den Stromanschluss). Außerdem ist das Licht der LEDs nicht weiß, sondern eher gelblich, sprich: warm. Das „Herzstück“ ist hier jedoch das Solarmodul:

das Solarmodul für die Lichterkette

Ja, hier scheint die Sonne bereits am Morgen so prächtig, dass ein schöner Tag zu erwarten ist! Genau so schön kann bei einem solchen Sonnenschein die Vorfreude auf ein abendliches Licht mittels Lichterkette sein. Sie wird dann bis zum Morgengrauen leuchten können (nach vielen Stunden jedoch nur noch ganz schwach). Wie Sie auf diesem Foto sehen können, habe ich das Solarmodul nicht einfach in die Erde meines Blumenkastens gesteckt. Hierfür sind diese ja (mittels „Erdspieß“) oft vorgesehen. Denn an die Blumen kommt bei mir im Haus die Sonne eher später am Tag heran. Stattdessen habe ich das Panel dort montiert, wo bereits am frühen Morgen die Sonne scheint: Hoch oben in Richtung Süden ausgerichtet, dass jedoch bereits das Sonnenlicht aus dem Osten erfasst werden kann.

Idealerweise richten Sie das Solarpanel nach Süden aus. Denn aus dieser Richtung wird das meiste Sonnenlicht „eingefangen“ werden können. Ganz schlecht wäre eine Ausrichtung nach Norden. Denken Sie an den Kinderspruch: »[…] Im Norden ist sie nie zu sehen [die Sonne]«

Beachten Sie den Schatten unterhalb des Moduls: Dieser wird bei mir durch eine Hauswand erzeugt. Daher musste ich das Solarpanel möglichst weit oben montieren. Ich nutzte hierzu gewöhnliche „Blumenkastenwinkel“ und ein Stückchen Holz, um es fest und sicher an die Außenseite meines Balkons klemmen zu können.

Das Solarpanel mit den Knöpfen

Und hier sehen Sie die Rückseite des Panels. Es besitzt zwei Knöpfe: Mit dem einen schaltet man die Lichterkette ein bzw. aus. Mit dem anderen Knopf können Sie verschiedene Betriebsarten wählen: Bei meinem Modell stehen 5 Blinkmodi zur Verfügung. Dieses Blinken (z. B. Aufglimmen-Abglimmen, Lauflicht, Funkeln, usw.) ärgert mich jedoch durchaus, sodass ich den sechsten Modus aktiviert habe: ganz gewöhnliches Dauerlicht. Zur wichtigsten Funktionalität dürfen jedoch keine Worte verloren werden:

Meine Solarlichterkette leuchtet nur bei Dunkelheit: Ein integrierter Lichtsensor registriert Dunkelheit (bzw. spätere Dämmerung) und aktiviert erst dann das Leuchten der Glühbirnchen. Wundern Sie sich also nicht darüber, dass die Lichterkette am Tag nicht brennt – zum Beispiel wenn Sie sie zuhause nach dem Kauf ausgepackt haben. Bei Helligkeit schaltet sie sich automatisch (wieder) ab.

Ein weiterer Hinweis aus eigener Erfahrung: Ändern Sie den Modus des Blinkens / Dauerlicht mittels dem entsprechenden Schalters während des Betriebes (bei Dunkelheit). Beim nächsten automatischen Anschalten (also am nächsten Abend) wird der zuletzt gewählte Modus wieder aktiviert.
Ausnahme: Es war am Vortag so düster, dass sich der integrierte Akku vollständig entleert hat. Dann startet die Solar-Lichterkette am darauf folgenden Abend leider wieder im „ersten“ Modus – sozusagen nach einem Reset, welcher dummerweise ein penetrantes Blinken bedeutet. Dann muss man, falls dieses Geblinke nervt, den Modus-Knof entsprechend mehrmals drücken, bis die Lichterkette z. B. wieder auf Dauerlicht geschaltet ist. Dieser Fall ist bei mir in den vielen Monaten in Betrieb jedoch selten passiert: Auch im Winter (bei dunklen Tagen) ist meistens noch genügend Restenergie gespeichert, dass hier kein automatisches „Reset“ statt findet.

Strom sparen und Leuchtdauer erhöhen

Mit den folgenden Tipps können Sie dafür sorgen, dass Ihnen die Lichterkette nicht unerwartet aus geht:

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  1. Wenn Sie nichts gegen blinkende Lampen haben (so wie ich), dann können Sie die Leuchtdauer der Solar-Lichterkette durchaus verlängern, wenn sie diese eben – blinken lassen. Hierbei wird natürlich weniger Strom verbraucht, da die Glühbirnen ja in der Summe weniger Licht produzieren als wenn Dauerlicht brennen würde.
  2. Strom sammeln: Stellen Sie sich vor, Sie erwarten übermorgen Besuch und möchten sich zusammen raus setzen. Freilich sollen hier die vielen Birnchen der Solarlichterkette in ihrer warmweißen Farbe über den ganzen Abend leuchten. Wenn Sie die Lichterkette ein, zwei Tage vorher mittels dem „Power-Knopf“ ausschalten, dann speichert das Solarmodul die Energie eben über diese Tage entlang, gibt sie jedoch noch nicht ab. Aktivieren Sie das Modul wieder, so werden Sie genügend Strom zur Verfügung haben – über viele Stunden hinweg. Mit diesem Trick sammeln Sie also die Energie und geben Sie dann in voller Leuchtstärke und langer Leuchtdauer ab, wenn Sie sie benötigen.

Die Lichterkette kürzen und Strom sparen

Dies ist ein Tipp für versierte Handwerker mit Erfahrung im Bereich Elektrotrechnik. Bei zumindest meinem Modell der Solar-Lichterkette sind die einzelnen Birnen „parallel“ aneinander geschaltet. Das heißt übersetzt: Man kann hier einen Teil einfach kürzen! Ich habe bei mir ganze sieben der Glühbirnen einfach mit einer Schere abgeschnitten, da mein Balkon nicht lang genug ist. Warum sollte man so etwas tun? Ja, weil somit die ohnehin geringe Kapazität des im Modul integrierten Akkus für weniger Stromverbraucher herhalten muss. Je kürzer die Lichterkette ist, desto länger werden die (nun verbliebenen) LED-Glühbirnen leuchten. Durch das Kürzen der Lichterkette erhöhte ich also die Betriebsdauer der verbliebenen LEDs.

Detail der gekürzten Lichterkette

Hier sehen Sie das reduzierte Ende der Kette: Ich hatte einfach sieben überflüssige Lämplein mit der Schere abgeschnitten. Hierdurch wird nun etwas Strom eingespart und die Leuchtdauer der verbliebenen Glühbirnen verlängert. Sie können anhand dieser Detailaufnahme auch die spezielle Form der Lampen erkennen: Sie sind rund mit winzigen Bläschen im Innern. Gegen Regen bzw. Nässe sind sie durch eine Versiegelung geschützt, also durchaus für Außen geeignet.
An der Funktionalität hatte sich hier bei meinem Modell durch das Abschneiden nichts geändert: Die Birnen brennen alle weiterhin und: Ich kann immer noch zwischen den verschiedenen Betriebsarten (Blinkt, leuchtet immer, glimmt auf / glimmt ab, usw.) wählen. Das Ende des Kabels hatte ich mit einem sogenannten „Schrumpfschlauch“ isoliert: Man stülpt hiervon ein Stückchen über das Kabel und hält kurz eine Feuerzeugflamme oder einen Fön darunter. Durch die Hitze zieht sich das spezielle Gummi zusammen bzw. schrumpft.

Diesen Hinweis sollten Sie jedoch niemals an einer Lichterkette ausprobieren, die bei Ihnen zu Hause an eine Steckdose eingesteckt wird! Solche Experimente sollte man nur bei Lichterketten mit Niedrigspannung (Batteriebetrieb / Solarbetrieb) vornehmen!

Außenbereich und Regen

Ich hatte mein Solarmodul einmal aufgeschraubt: Es wird am gesamten Gehäuse entlang durch Gummi abgedichtet. Dann ist meines ja auch direkt außen an der Wand des Hauses installiert (damit ich damit möglichst viel Sonnenlicht erwischen kann).
Nach über einem Jahr im Betrieb kann ich durchaus aus eigener Erfahrung sagen, dass mein Modell eindeutig wetterfest ist und ihm die hiesige Witterung nichts anhaben kann. Es ist für den Außenbereich geeignet. Sogar einige tüchtige Herbststürme hat es schon überstanden.

Akku austauschen

Schraubt man das Solarmodul auf, dann wird man feststellen, dass sich im Innern ein ganz normaler AA-Akku befindet (Mignonzelle bzw. Form R6). Dieser Akku hat jedoch nur eine recht geringe Kapazität (ca. 330 mAh). Nun könnte man meinen: »Prima, ich ersetze diesen Akku einfach mit einem mit mehr Kapazität, z. B. mit einem Eneloop-Akku.« Dies wird aber nicht viel bringen. Denn der Speicher muss ja zunächst erst einmal durch die Sonne geladen werden. Und um einen beispielsweise 1900 mAh Akku über solch ein kleines Solarpanel voll aufladen zu können, müsste man sich schon am Äquator befinden. Der integrierte Akku mit geringer Kapazität ist also in puncto Wirkungsgrad und Nutzen ausreichend. Aber: Man kann durch einen Austausch eben noch mehr Energie sammeln (über mehrere Tage ausgeschaltet lassen) und die Lichterkette wird danach länger brennen können.

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Artikeldatum: 2.12.2017 / letzte Änderung: 16. Dezember 2018

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2 Anmerkungen

Hinweis: Auch, wenn in den Texten alles sehr förmlich gehalten ist: Der Autor (Thomas) ist durchaus auch ein Freund des Du und freut sich über Kommentare.



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