Minimalismus leben in der kleinen Wohnung

Stromverbrauch und Kosten meiner Geräte im 1 Personen-Haushalt: Die Messwerte


In meiner Stadt kann man sich bei den Stromwerken ein Energiemessgerät ausleihen. Mit diesem gerüstet, machte ich mich ans Werk: Ich verbrachte einen ganzen Tag damit, einmal meine Stromverbraucher penibel auszumessen: Was kostet mich mein Kühlschrank eigentlich im Monat konkret? Ist es günstiger, den Wasserkocher statt den Herd zu nutzen? Wie hoch ist der Standby-Strom meines Monitors? Hier gibt es eine schöne Liste dazu.

Werbung

Auf allen Elektrogeräten kann man hinten eine bestimmte Watt-Angabe ablesen. Bei technischen Geräten, die zum Betrieb ein Netzgerät benötigen, ist diese Angabe auf jenem vermerkt. Dies ist jedoch lediglich eine Angabe darüber, wie viel elektrische Leistung das Gerät theoretisch maximal leisen würde. Zum Berechnen des tatsächlichen Stromverbrauches ist diese Watt-Angabe selten dienlich. Nur bei Geräten, die kein Netzgerät besitzen (also direkt mit den 220 Volt der Steckdose betrieben werden) kann man sich damit die tatsächlichen Betriebskosten ausrechnen. Dies ist z. B. der Staubsauger, der Föhn, eine 220-Volt-Glühlampe. Für alle anderen Geräte (die meisten also) benötigt man zum Ermitteln des tatsächlichen Stromverbrauches ein Energiekostenmessgerät:

ein Energiekostenmessgerät für die Steckdose

Solch ein Stromkostenmessgerät hatte ich mir bei den hiesigen Stadtwerken ausleihen können und damit machte ich mich flugs an die Arbeit, das Gros meiner Stromverbraucher einmal durchzuchecken. Was so ein Gerät alles kann und wie man es benutzt, das hatte ich in einem anderen Artikel beschrieben. Und ganz unten in diesem Beitrag erkläre ich auch noch einmal, wie meine Messergebnisse in Bezug auf den Euro- bzw. Cent-Verbrauch zustande kommen (nämlich durch einen Stromrechner bzw. durch eine simple Formel). Für Sie sicherlich interessanter ist zunächst zu erfahren, was die klassischen technischen Geräte im Haushalt eigentlich schlussendlich für das eigene Portmonee bedeuten, wenn ein Monat herum ist:

Wie viel Strom verbrauchen die einzelnen Geräte und was kostet mich das im Monat eigentlich an Geld?

ein Stromzähler

Der Zähler unten im Keller läuft und läuft. Doch welche Geräte verursachen hier eigentlich den meisten bzw. wenigsten Verbrauch?

In diesem Artikel liste ich typische Geräte auf und ich gebe immer auch Watt-Angaben an, welche ich mit dem Energiekostenmessgerät ausgemessen hatte. Zum Verständnis für den Laien sollen diese Angaben noch einmal ganz kurz für die tatsächliche Praxis erklärt werden:
Sicherlich erinnern Sie sich noch an die Zeit, in der man zur Beleuchtung der Wohnung ganz normale Glühlampen nutzte. Die Standard-Glühlampe war die 60-Watt-Birne. Eine solche Lampe konnte man den ganzen Tag über brennen lassen, ohne dass man sich allzu sehr Gedanken über eine eventuell zu hohe Stromrechnung machen musste. Bei einer 100-Watt-Glühlampe wurde es schon kritischer. Das ist schon recht viel. Eine schwache 25-Watt-Birne konnte man getrost den ganzen Tag über leuchten lassen. Dies ist relativ wenig elektrische Arbeit bzw. so ein Verbraucher wird sich (alleine) kaum in der monatlichen Abrechnung bemerkbar machen.

Ich persönlich sehe dies durchaus konservativer (ich bin – zugegeben – etwas geizig) und habe für mich zunächst eine entsprechende kleine Liste angefertigt:

Werbung

In meinem 1-Personen-Haushalt komme ich bei meinen Geräten auf Kosten für einen Stromverbrauch von ca. 18 Euro brutto im Monat. Verbraucht werden bei mir in der Summe ca. 64 Kilowattstunden (kWh) Strom je Monat. Hinzu kommt dann noch die Grundgebühr meines Stromanbieters (9,90 €). Ich bin mit meinem Stromverbrauch durchaus zufrieden. Der vereinbarte monatliche Abschlag ist sicherheitshalber etwas höher. Anbei sei zu erwähnen, dass ich von zu Hause aus arbeite (Home Office). Ich bin also sehr häufig daheim und zumindest meine Unterhaltungselektronik läuft den ganzen Tag über. Doch besitze ich keinen („stromintensiven“) Durchlauferhitzer / Boiler und ich koche in meinem Einpersonenhaushalt selten. Dies sind ja durchaus zu berücksichtigende Kriterien.

Nach einem Jahr kam dann die Rechnung meines Stromanbieters: Sie betrug für die kleine Einzimmer-Wohnung 338 Euro. Je Monat beläuft sich dieser Betrag (reine Stromkosten + fixe Servicepauschale) auf 28 Euro. Das ist für einen Singlehaushalt noch ein guter Wert: 18 Euro reine Stromkosten und 10 Euro für die monatliche Pauschale. Dies deckt sich nahezu perfekt mit meinen vorherigen Berechnungen.

Jene Gesamtkosten über einen gewissen Zeitraum können Sie ganz einfach über den klassischen Stromzähler bei Ihnen im Haus ermitteln:

Den kWh-Zähler im Keller ablesen

Wie viel Strom Sie im Monat verbrauchen, können Sie ganz einfach auch ohne speziellem Messgerät ermitteln. Sie können dann auch leicht ausrechnen, wie viel Sie diese Menge Strom kostet:

Stromzähler der Stadtwerke

Sie gehen einfach in den Keller und notieren sich den Zählerstand des Stromzählers („kWh-Zähler) der Stadtwerke, welcher Ihrer Wohnung zugeordnet ist. Den dürfen Sie nicht verwechseln, sonst berechnen Sie den Stromverbrauch der Nachbarn. Im Mietvertrag ist meist die entsprechende Zählernummer angegeben. Genau einen Monat später notieren Sie sich den neuen Zählerstand und bilden die Differenz daraus. Diesen Wert multiplizieren Sie nun einfach mit dem aktuellen kWh-Preis (Cent je Kilowattstunde), welcher Ihr Stromanbieter für eine Kilowattstunde Strom berechnet (meist derzeit 29 Cent). Schon haben Sie den Preis, den Sie in diesem Zeitraum für den reinen Strom bezahlen müssen. Hinzu kommt dann noch eine feste Grundgebühr im Monat, die immer – je nach Anbieter und Produkt – etwas anders ausfällt. Doch mit dieser einfachen Methode kann man nicht den Verbrauch einzelner Geräte vergleichen, sondern nur die Summe. Aber immerhin wissen Sie nun, ob Ihr monatlicher Abschlag angemessen ist oder ob Sie gar eine Nachzahlung zu befürchten haben.

Doch ich möchte ich nach dieser Einleitung jedoch endlich in medias res gehen und meinen Verbrauch der einzelnen Geräte detaillierter aufschlüsseln:

Ich mache mir eine Pizza im Ofen warm: Was kostet es mich an Strom?

Als erstes schiebe ich mir zunächst einmal eine Tiefkühlpizza in den Ofen. Mama Mancini aus dem Aldi, lecker lecker! Diese selbst hat mich zunächst ca. 2 Euro gekostet. Aber die Pizza, die jene Mama Mancini zubereitet hatte, möchte ja bei mir daheime auch noch aufgewärmt werden. Was kostet dieser Vorgang? Es sind ca. 10 Cent. In meiner kleinen Singlewohnung nutze ich so einen Mini-Backofen mit Ober- und Unterhitze. Dieser zieht ca. 1200 Watt bzw. arbeitet bei dieser elektrischen Leistung. Das Aufbacken der Pizza geht hier schnell: Nur 10 Minuten dauert es. Bei 1200 Watt und bei einem Kilowattstundenpreis von 29 Cent sind dies dann eben 10 Cent, die ich für das Zubereiten dieses Mahles an meinen Stromanbieter zahlen muss. Das ist ungefähr die Hälfte an Stromkosten, die einmal Wächewaschen kostet. Gesättigt messe ich nun weiter:

Stromverbrauch von Computer bzw. Laptop

Ich besitze zwei Laptops. Diese Computer sind bereits auf energieschonendes Arbeiten ausgelegt: Ihre Leistung variiert, je nachdem was sie gerade tun sollen.

ein Laptop

Dies ist ein größerer Laptop des Modells „Thinkpad“ (Typ „W510“). Dieser Computer ist für rechenintensivere Aufgaben ausgelegt und verbraucht bereits im Ruhebetrieb mehr Strom als ein kleineres Notebook oder gar ein Tablet im normalen Betrieb.

Ich steckte also das Energiemessgerät in die Steckdose und schloss daran den Thinkpad an: Im Leerlauf, also wenn der Prozessor bzw. die Grafikkarte kaum etwas zu tun haben, verbraucht der Laptop 28 Watt Strom. Bei mittlerer Auslastung (Browser, Bildbearbeitung, Office-Programme, E-Mail) arbeitet das Notebook bereits mit 50 Watt. Und im Maximum? Dann zeigt mir mein Energiemessgerät ganze 88 Watt an. Dieser Wert kommt jedoch immer nur dann zustande, wenn tatsächlich eine starke Beanspruchung an den Prozessor besteht und variiert schnell, zum Beispiel wenn ein Video konvertiert wird.

Nehme ich also den Mittelwert aus Ruhestrom-Leistung und mittlere Leistung (das sind dann 39 Watt) und gehe einmal davon aus, das der Laptop 10 Stunden am Tag läuft, dann ergäben sich für mich Kosten von 3,39 Euro im Monat (bei einem kWh-Preis von 29 Cent). Dies klingt zunächst wenig. Wenn ich aber bedenke, dass ich bei meinem 1-Personen-Haushalt monatlich 18 Euro reine kWh-Stromkosten habe, dann beansprucht der große Laptop durchaus einen beträchtlichen Teil davon.

Im Standby-Modus (der Laptop hat sich selbst deaktiviert) verbraucht dieser Computer übrigens nur 1,9 Watt. Im tiefen Ruhezustand sind es nunmehr 1,2 Watt. Und wenn das Netzgerät alleine an der Steckdose eingesteckt- bzw. wenn der Laptop selbst ganz vom Netzteil getrennt ist? Dann verbraucht allein nur das Netzgerät 0,8 Watt Standby-Strom. Es wird also auch Strom verbraucht, wenn der Laptop gar nicht angeschlossen ist, wenn auch nur eine sehr geringe Menge.

Standbystrom umgehen

Um den Standby-Strom des Netzgerätes selbst zu umgehen, schalte ich dieses möglichst mittels einem simplen Kippschalter aus, welcher zwischen Stecker und Steckdose gesteckt werden kann. Solche Schalter nutze ich auch für andere Geräte in meinem Haushalt.

Auf dem Netzgerät des Thinkpads steht die Angabe „135 Watt“. Diese bringt mir, ich erwähnte es schon ganz oben, gar nichts für die Kalkulation des tatsächlichen Stromverbrauches. Ich benötige zur Berechnung ein Energiemessgerät.

Werbung

Energieverbrauch des kleinen Laptops

Die eben genannten Angaben bezogen sich auf einen sehr leistungsstarken Computer. Ich habe aber noch einen kleineren Thinkpad (Modell „X100e“). Dieser Laptop ist wahrlich schwächer auf der Brust, verbraucht dafür aber auch viel weniger Energie!

ein kleiner Laptop

Solch ein kleiner Laptop („Thinkpad X100e“) besitzt einen schwächeren Prozessor und eine weniger leistungsstarke Grafikkarte. Dafür ist hier der Energieverbrauch viel geringer! Den Mini-Thinkpad habe ich ohne große Bedenken den ganzen Tag über an (bisweilen jedoch im Stand-By-Modus laufend).

Messe ich nur das (90 Watt-) Netzteil durch, also ohne angeschlossenen Computer, dann verbraucht dieses selbst zunächst wieder nur 0,8 Watt. Im „Ruhebetrieb“ (es ist nichts zu tun) verbraucht der kleine Computer Strom für eine Arbeit von 15 Watt. Bei mittlerer Leistung leistet das Gerät bereits eine elektrische Arbeit von 24 Watt. Bei voller Auslastung des Prozessors (z. B. wenn ein Video abgespielt wird) leistet dieses Notebook 35 Watt. Diesen Rechner könnte ich also den ganzen Tag ohne Sorge über laufen lassen, denn der Stromverbrauch ist weit geringer als der größere, leistungsstärkere Computer. Im Monat kostet mich das kleine Notebook ca. 1,70 Euro Stromkosten, wenn ich von einer Laufzeit von 10 Stunden pro Tag ausgehe. Das ist also die Hälfte von dem, was ich beim Betrieb des großen Computers zahlen müsste.

ein Vergleich zweier Thinkpads

Hier sieht man den Größenunterschied der beiden „Thinkpads“. Beide verbrauchen entsprechend unterschiedlich auch Strom.

Tatsächlich habe ich mein Betriebssystem je so konfiguriert, dass die Computer nach einer gewissen Zeit ohne Benutzung automatisch in den Stromsparmodus über gehen bzw. „einschlafen“. So etwas ist nicht ganz unwichtig, wenn man mit dem Computer Strom sparen möchte – insbesondere, wenn dieser den ganzen Tag über an ist.

Energieverbauch eines PCs

Ich besitze auch einen normalen PC. Es ist ein durchaus leistungsstarker, moderner „Mittelklasse-PC“. Folgende Werte bezüglich des Energieverbrauches konnte ich hier messen:

Man kann sagen, dass moderne PCs vom Stromverbrauch durchaus akzeptabel sind. Im Vergleich zu meinem starken Laptop ist dies die gleiche Klasse. Glücklicherweise regeln sich die Prozessoren ja stets selbst herunter, wenn keine Beanspruchung besteht (geringer Energieverbrauch). Hier sollte man sicherheitshalber noch einmal im Bios nachsehen, ob diese Funktion (automatische Drosselung des Prozesors) auch aktiviert ist. Nur bei Last verbrauchen sie (z. B. beim Rendern eines Videos oder beim Spielen eines guten [bzw. grafisch aufwendigen] Spieles) durchaus recht viel Energie (ca. 85 Watt)! Bei mir daheim stellt dies nicht den Alltag dar. Allerdings muss man hierbei noch den Energieverbrauch des angeschlossenen Monitors addieren, welcher gleich auf den Stromverbrauch getestet wird.

Besitzt man ein „echtes“ Strommessgerät (kein simples „Wattmeter“) kann man sich die Summe des verbrauchten Stromes innerhalb eines bestimmten Zeitraumes anzeigen lassen:
Ich schaltete PC + Monitor an einem schönen Sonntagmorgen um 10 Uhr an und arbeitete bis abends um 23 Uhr daran. Computer und Monitor liefen also 13 Stunden lang und wurden durchschnittlich belastet (Textverarbeitung, Browsen, Video ansehen). Der Energiesparmodus (siehe nächster Punkt) war hier nicht aktiv. Was spuckte mir mein Messgerät aus? Eine Energiemenge von ca. 0,74 kWh wurde damit insgesamt verbraucht. Mein Stromanbieter möchte derzeit 29 Cent je kWh (Kilowattstunde). Beide Werte multipliziere ich und weiß nun: Mein PC und Monitor kosten mich am Tag (wenn sie den ganzen Tag über laufen) ca. 21 Cent. Im Monat wären dies ca. 6 Euro. Aber ich habe den Rechner ja nicht jeden Tag so lange (ohne Energiesparmodus) laufen. Es ist also weniger. Wer es genau wissen möchte, müsste das Energiemessgerät einen Monat lang zählen lassen.
Den Energiesparmodus des Computers aktivieren

Es empfiehlt sich unbedingt, den Energiesparmodus des Rechners zu aktivieren!

Aktivieren des Energiesparmodus

Auf dem obigen Screenshot sehen Sie die entsprechende Einstellung bei Windows 10. Was bedeutet diese? Bei mir schaltet sich der Monitor ab, wenn innerhalb von 30 Minuten keine Eingabe am PC gemacht wurde oder wenn kein Video abgespielt wird. Dauert dieser Zustand ganze 45 Minuten an, folgt Schritt Zwei: Der Computer geht in den Energiesparmodus über. Und der bringt so Einiges an Stromersparnis: Im Energiesparmodus verbraucht mein PC zu Hause lediglich 0,5 Watt! Dabei sind sämtliche Fenster und Programme weiterhin geöffnet! Nichts muss herunter gefahren werden. Bewegt man nämlich die Maus kurz, setzt der Computer seine Arbeit wie gewohnt fort (und geht wieder auf min. 35 Watt elektrische Arbeitsleistung hoch).

Ein Windows-PC wacht blitzschnell wieder aus dem Energiesparmodus auf. Dieser schmälert nicht den Arbeitskomfort, spart aber sehr viel Strom.

Ich habe meinen PC öfter mal den ganzen Tag über an. Wenn ich nicht davor sitze, schalte ich ihn nicht extra aus. Dank des Energiesparmodus muss ich dies auch nicht – Der Stromverbrauch wird auf ein Minimum herunter gesetzt, ohne dass ich extra Programme bzw. Dokumente schließen muss bzw. ohne dass ich ihn herunter fahren muss.

eine einzeln schaltbare MehrfachsteckdoseNachts deaktiviere ich jedoch die Stromversorgung solcher Geräte. Somit fließt keinerlei Standby-Strom mehr. Dies realisiert man natürlich mit solch einer (einzeln schaltbaren) Mehrfachsteckdose.

Nun zum Monitor:

Stromverbrauch eines Computermonitors

Bleiben wir noch etwas bei den Computern. Zum Fernsehen und für meinen Laptop nutze ich einen separaten Computermonitor:

ein stromsparender Computermonitor

Hier nutze ich ein Modell der Firma „BenQ“ mit einer Bildschirmdiagonale von ca. 60 cm. Es handelt sich um einen normalen Flachbildschirm mit der normalen LED-Technologie. Die meisten Computermonitore entsprechen heute sicherlich diesem Typ. Natürlich wollte ich wissen, wie es um den Stromverbrauch dieses Monitors bestellt ist. Denn schließlich habe ich ihn am Tag über sehr viele Stunden in Betrieb.

Er verbraucht bei mittlerer Helligkeit kontinuierlich Strom bei 19 Watt Arbeitsleistung. Das ist meiner Meinung nach ein guter Wert! Bei 10 Stunden Laufzeit am Tag würde mich der BenQ-Monitor im Monat 1,65 € kosten.
Es kommt aber noch besser: Man kann beim BenQ einstellen, dass sich dieser Monitor nach einer gewissen Zeit abschaltet, wenn kein Videosignal mehr anliegt. Also wenn sich z. B. der angeschlossene Laptop bereits im Ruhezustand befindet. Dann verbraucht mein Computermonitor 0 Watt. Das hätte ich nicht gedacht, denn schließlich ist dabei weiterhin das interne Netzgerät mit der Steckdose verbunden. Zwar hat dieser BenQ-Monitor auch einen haptischen Ein-Aus-Schalter, mit dem er tatsächlich komplett vom Stromnetz getrennt werden kann. Dieser Schalter ist zum Stromsparen aber gar nicht nötig. Hier sieht man, dass sich in den letzten Jahren durchaus etwas in puncto Standby-Stromverbrauch getan hat! Früher verbrauchten solche Geräte im nicht aktiven Modus ja munter weiterhin viel Energie (wie mein Drucker). Hier ist die nicht der Fall.

Hinweis: Ein Computermonitor oder ein Fernseher verbraucht umso mehr Energie, je heller er eingestellt ist. Mein Test fand bei einer mittleren Helligkleitsstufe statt. Erhöhe ich die Leuchtstärke auf 100%, verbraucht der Bildschirm gleich ca. 9 Watt mehr! Dies summiert sich Tag für Tag. Man sollte also überdenken, ob der Fernseher bzw. der Computermonitor tatsächlich in vollster Helligkeit stundenlang leuchten soll. Viele Geräte besitzen hier glücklicherweise intelligente Automatiken, die den Bildschirm abdunkeln oder ausschalten, wenn z. B. niemand gerade davor sitzt. So etwas lohnt sich, wenn ein PC-Monitor den ganzen Tag an ist, Woche für Woche. Bei meinem BenQ-Monitor existiert so eine Automatik: Ein Sensor misst, ob sich jemand davor befindet. Geht man vom Arbeitsplatz weg, schaltet sich der Monitor automatisch aus. Kommt man wieder, geht er wieder an. Dummerweise geschieht dies auch, wenn man auf dem Sofa sitzt, um ein Video zu schauen. Dann geht der Monitor auch automatisch aus. Daher ist diese Funktion für mich nicht brauchbar. Denn ich sitze ja häufig auf dem Sofa.

Stromsparwunder Raspberry Pi: Der Minicomputer

Zusätzlich zu meinen Laptops habe ich außerdem noch einen sogenannten „Raspberry Pi“ in Betrieb. Dies ist ein Minicomputer, den ich zunächst für den einfachen „Office- und Internetbetrieb“ nutzen kann. Tatsächlich arbeitet er bei mir mittlerweile den ganzen Tag über als Server für meine Musiksammlung und für meinen Drucker. Außerdem steuere ich damit (vom Handy) Lichterketten und ich schaue damit Fernsehen bzw. Youtube (Man kann die Videos vom Handy bzw. vom Sofa direkt auf den Bildschirm „streamen“) und dergleichen. Er fungiert bei mir also primär als Mediencenter und macht meinen, eben besprochenen, Monitor zum „Smart TV“.

ein Raspberry Pi

Hier sieht man den Raspberry Pi 3 (Modell „B“) einmal im Detail. Er ist bei mir 24 Stunden am Tag aktiv. Da fragt man sich natürlich: Wie hoch ist denn dann der Stromverbrauch und was kostet mich dieser jeden Monat?

Im Leerlauf (Druckerserver ist jedoch aktiv, das Mediencenter „Kodi“ ist ebenfalls aktiv) verbraucht der Raspberry Pi 2,5 Watt. Spiele ich über Kodi ein mittel-aufgelöstes Video ab, dann erhöht sich die elektrische Arbeit lediglich auf 2,9 Watt. So viel ich weiß, besitzt dieser Minicomputer einen „Hardware-Decoder“ für Videos und beansprucht daher weit weniger den Prozessor, wenn Videos abgespielt werden. Daher bleibt der Stromverbrauch äußerst gering. Wenn der Raspberry auf maximale Leistung geht (Abspielen eines 1080p-Videos [das schafft er bei mir nicht ganz ohne Ruckler]), dann bei einer elektrischen Arbeit von 4,5 Watt. Dies sollte im normalen Betrieb jedoch die Ausnahme sein. Nehme ich die Leerlaufleistung von 2,5 Watt und rechne dies auf je 24 Stunden Betriebszeit pro Tag hoch, dann komme ich auf Stromkosten von lediglich 52 Cent im Monat. Dies sind dann im Jahr lediglich 6,35 €. Hier brauche ich mir also keine Gedanken darüber zu machen, dass der Raspberry Pi kontinuierlich an ist.


Nachtrag: Ich hatte das Betriebssystem nach vielen Monaten in Betrieb einmal neu installiert. Auch das Mediencenter „Kodi“ bekam ein Update. Ich war verblüfft – Jetzt geht es noch besser: 1,6 Watt im Ruhemodus (keine Aktivitäten) und 3,2 Watt Stromverbrauch beim Abspielen eines Videostreams. Dieses Gerät ist wahrlich ein Stromsparwunder. Dabei läuft weiterhin der Druckserver, die Ordnerfreigabe im Netzwerk, eine Netzwerk-Firewall (Adblocker [„PiHole“]) und einen eigenen Internetserver („Cloud“) habe ich darauf auch aktiv. Der Raspberry Pi besitzt keinen Ausschaltknopf. Er ist auch gar nicht nötig. Man kann diesen Einplatinencomputer tatsächlich den ganzen Tag lang an lassen. (Um der Technik hin und wieder etwas Ruhe zu gönnen bzw. die Lebensdauer zu erhöhen, fahre ich ihn ab und an einmal runter.)

Verbrauch des Internet-Routers bzw. der Fritzbox

Viele Haushalte besitzen heute nun einen Router bzw. eine Box, die das Internetsignal aus der Telefonleitung mittels Funk (W-LAN) permanent in alle Richtungen abstrahlt. Man sieht dies ja dann auf dem Computer, dass meist noch viele anderen Funknetzwerke von den Nachbarn empfangen werden. Mit diesem WLAN-Router können sich dann alle internettauglichen Geräte, die „Wifi“ beherrschen, verbinden (Handys, Computer, Notebooks, „Smart-Geräte“, usw.). Auch ich nutze freilich so einen Router mit integriertem Internetmodul:

ein Internetrouter des Typs Fritzbox

Bei mir ist die „FritzBox“ in Betrieb (Modell 7430). Solch eine FritzBox dürfte sicherlich hierzulande der bekannteste Router sein und in vielen Haushalten kommt ein solcher zum Einsatz – kontinuierlich, 24 Stunden am Tag. Viele Internet-Provider liefern ähnliche „Internet-Boxen“ aus, von denen ich jedoch nicht den konkreten Stromverbrauch kenne. Die meiste Zeit wird solch ein W-LAN-Router jedoch selten benötigt. Er arbeitet bzw. „funkt“ jedoch weiterhin permanent weiter. Er verbraucht dabei freilich durchgehend Strom.

Werbung

Da wollte ich natürlich einmal wissen, wie hoch der Stromverbrauch meiner Fritzbox eigentlich ist und wie viel Geld ich dafür im Monat ausgeben muss. Also nahm ich das Strommessgerät und maß einmal nach: Meine Fritzbox arbeitet permanent mit einer Leistung von 5,7 Watt. Das ist ein guter Wert! Die Box ist dabei ungefähr „handwarm“, jedoch nicht etwa heiß. Angeschlossen ist hierbei auch ein LAN-Kabel (für meinen PC und den Raspberry Pi), weiterhin ist die Funkverbindung (W-LAN) aktiviert und mein Handy sowie der Laptop ist verbunden. Auch ein analoges Telefon ist angeschlossen. Jeden Monat muss ich 1,19 Euro für den permanenten Betrieb meiner Fritzbox berappen. Im Jahr belaufen sich die Stromkosten für diesen Router also auf knapp 15 €. Der Energieverbrauch einer solchen Internetbox ist ungefähr so hoch (eher gering) wie ein kleiner, moderner Kühlschrank.

Ich betreibe den Router jedoch im „reduzierten Funkbetrieb“: Ich hatte die W-LAN-Sendeleistung auf lediglich 6% verringert (Diese Funktion war für mich ein wichtiger Grund für den Kauf der FitzBox). In meiner kleinen Einzimmerwohnung benötige ich freilich nicht mehr Wifi-Leistung. Es soll ja Menschen geben, die direkt neben so einem Funksender schlafen, auch wenn dieser bis hin zum Nachbarhaus zu empfangen ist. Das halte ich für ungesund. Erstaunlicherweise reduzierte sich der Energieverbrauch bzw. die Leistung meines Internetrouters bei der W-LAN-Reduzierung von 100% auf 6% nicht. Es bleibt bei mir bei den (immer noch wenigen) 5,7 Watt. Immerhin wird die Box dann nicht mehr so warm.

Schaltet man aber die W-LAN-Funktionalität komplett aus, reduziert sich der Stromverbrauch der Internetbox um ca. 700 mW!. Das heißt bei mir, dass sie nun nur noch 5 Watt an Arbeitsleistung vollbringen muss. In der Tat ist das Deaktivieren des „Wifi-Signals“ bei mir im Haushalt nicht ganz unsinnig, denn mein PC und mein Raspberry sind einfach mittels einem normalen Netzwerkkabels an den Router angeschlossen. W-LAN benötige ich nur fürs Handy oder für das Notebook, wenn ich es denn man hervor hole. Eine Ersparnis unter einem Watt ist allerdings so gering, dass sie sich nach einem Jahr im Portmonee kaum bemerkbar machen wird (Es sind je Monat ca. 19 Cent).

Die meisten Haushalte werden sicherlich mit einem kostenlosen Router ausgerüstet sein, den es vom Internetanbieter gleich mit dazu gab. Wenn es eine Fritzbox ist oder ein anderer, stromsparender Router, dann ist es ja auch gut so. Ich erinnere mich an mein Vorgängermodell, das war noch eine alte „Alice Box“. Die wurde im Betrieb äußerst warm, was immer auf einen sehr hohen Stromverbrauch schließen lässt. Betreibt man solch ein Gerät durchgehend über mehrere Jahre (was ja meist der Fall ist), dann sollte man sich überlegen, nicht gleich ein stomsparenderes, besseres (Sendeleistung einstellen, Heimserver verfügbar, …) W-LAN-Modul zu kaufen. Dessen Anschaffungskosten werden sich dann bald amortisiert haben. Bei meinem derzeitigen Internetvertrag von O2 verzichtete ich auf die Hardware, die mitgeliefert werden konnte. Dadurch sparte ich ca. 45 €, die ich gleich in eine eigene DLS-Box investierte. Diese muss ich später natürlich auch nicht zurückgeben und sie ist freigeschaltet für alle anderen Anbieter (kein sogenanntes „Branding“).

Sendeleistung an der Fritzbox einstellen

Im Konfigurationsmenü meiner Fritzbox (über den Browser im Heimnetz erreichbar) kann ich die Sendeleistung des W-LAN-Moduls reduzieren. Dies war einer der Hauptgründe, warum es ein solcher Router der Firma AVM für mich sein musste. Weiterhin habe ich eingestellt, dass sich das W-LAN nachts, wenn alles schläft, ebenfalls zur Ruhe legen kann bzw. morgens wieder „aufwacht“.

Wenn Sie das WLAN nur benötigen, wenn Sie daheim sind, dann können Sie es an vielen Routern mittels Knopfdruck ausschalten, bevor Sie z. B. zur Arbeit- oder ins Bett gehen. Die besagte FritzBox besitzt zumindest so einen Knopf. Damit sparen Sie etwas Strom und gönnen dem Gerät eine Pause, was sich sicherlich positiv auf dessen Lebensdauer auswirken wird.

Bei der AVM Fritzbox kann man im Menü aber auch einstellen, dass sich das W-LAN-Sendemodul zu bestimmten Zeiten (Nachts und / oder wenn Sie auf Arbeit sind) automatisch deaktiviert. Eigentlich könnte man die Box zu diesen Zeiten auch ganz ausschalten! Jedoch hadere ich hiermit, denn diese Geräte sind ja kleine Minicomputer. Und einen solchen sollte man nicht hart beenden, sondern sauber herunter fahren. Hierfür gibt es allerdings keine Funktion. Man müsste schon rabiat den Stecker ziehen, was ich nicht tue, da ich Datenverlust oder eine Beschädigung befürchte. Außerdem nutze ich die Box als Medienserver (ich greife z. B. vom Handy unterwegs darauf zu) und daher bleibt sie stets aktiv. Bei nur knapp 6 Watt elektrischer Leistung (bzw. einem entsprechenden Energieverbrauch) habe ich hier keine Bedenken.

Ich hatte im Menü der FritzBox auch einige andere Einstellungen ausprobiert und wollte wissen, ob diese direkt etwas mit dem Stromverbrauch zu tun haben:

Kurzum: Meine Internetbox läuft kontinuierlich bei ca. 5,7 Watt und damit bin ich zufrieden. Ich würde gerne wissen, wie viel Energie andere Wifi-Router verbrauchen. Wer etwas genaueres weiß, kann es mir gerne mittels der Kommentarfunktion unter diesem Artikel schreiben.

Was kostet einmal Wäsche waschen? Energieverbrauch der Waschmaschine

Einer meiner für mich interessantesten Energie-Tests war das Ausmessen meiner Waschmaschine. Konnte ich den ungefähren Verbrauch der elektronischen Geräte aus dem Bereich Unterhaltungselektronik schon in etwa ahnen, sah es bei der Waschmaschine anders aus: Ich hatte keine Ahnung, wie viel Strom in kWh bei einmal Waschen benötigt wird bzw. wie viel mich einmal Wäsche waschen eigentlich konkret kostet.

meine Waschmaschine A+++

Die Waschmaschine, die ich nutze, hat die Energie-Kennung „A+++“. Das klingt ja schon einmal gut. Für das Herausbekommen des tatsächlichen Energieverbrauchs nutzt sie mir natürlich nichts. Ich kann hier auch nicht einfach ein simples „Wattmeter“ anschließen, um den Strom zu messen: Während eines ganzen Waschganges verbraucht die Waschmaschine ja immer wieder eine andere Menge an Energie. Das bedeutet: Ich benötige hier zwingend ein Messgerät, welches auch die Kilowattstunden (kWh) messen- bzw. sammeln kann. Das Gerät der Stadtwerke, welches ich mir ja ausgeliehen hatte, kann dies glücklicherweise. Also dann los:
Nach einer Stunde war die Maschine mit dem Waschen fertig. Es wurden hierfür insgesamt 0,68 kWh Strom benötigt. Das bedeutet für mich konkret: Einmal mit meiner recht modernen Siemens-Waschmaschine Wäsche waschen kostet mich ca. 19 Cent. Hier muss ich ja einfach nur den Preis einer kWh (29 Cent) mit dem Gesamtverbrauch multiplizieren.

Werbung

Während des Waschens hatte ich auch ein Auge auf die jeweilige elektrische Arbeitsleistung: Die Maschine beanspruchte hier

Nach einer Stunde Waschen ergab sich dann aus diesen Werten eine tatsächliche Strommenge von den gemessenen 0,68 kWh und für meinen Geldbeutel ein Minus von 0,19 Euro. Das Wasser kostet freilich noch extra.

Es muss aber natürlich noch erwähnt werden, bei welchen Einstellungen ich die Waschmaschine für dieses Messergebnis betrieb:

Bei meiner Maschine kann ich dies mittels einem Display und Tipptasten unabhängig vom Waschprogramm einstellen. Das genutzte Waschprogramm selbst trägt bei meiner Siemens Maschine den Namen „Schnell“. Eine Stunde Maschinenwäsche gilt also noch als schnell.

Bei höheren Einstellungen (insbesondere was die Waschtemperatur betrifft) wäre ich hier sicherlich nicht mit 19 Cent weggekommen.

Doch andere Programme bzw. Einstellungen hatte ich nicht ausgemessen. Für meinen persönlichen Bedarf ist dieser Schnellwaschgang bei 40 °C ausreichend.

Übrigens: Ist die Maschine ausgeschaltet, fließt durchaus noch ein weiterer Strom! Hier konnte ich einen „Standby-Strom“ von immerhin noch 0,6 Watt messen. Ist die Waschmaschine mit dem Waschen fertig aber noch eingeschaltet, messe ich 2,2 Watt. So ziehe ich nach jeder Benutzung den Stecker und drehe auch die Wasserzufuhr ab.

Verbrauch beim Kochen mit dem Wasserkocher

In meiner Küche steht auch ein Wasserkocher und da ich sehr viel Tee trinke, ist dieser mehrmals am Tag in Betrieb.

ein Wasserkocher und ein Toaster

Ich nutze einen relativ kleinen Kocher für maximal 1,2 Liter Wasser. Er ist vom Hersteller mit „1370 Watt normal“ ausgeschrieben und mit „1630 Watt maximal“. Wollen wir doch mal nachmessen: Mein Wasserkocher arbeitet durchgehend mit einer Leistung von 1350 Watt. Mein Messergebnis deckt sich also mit der Angabe „normal“ des Herstellers. Um einen Liter Wasser zum Kochen zu bringen, verbraucht mein Kocher 0,106 kWh. Das rechne ich jetzt schnell aufs Portmonee um: Das sind beim derzeitigen kWh-Preis in Deutschland von 29 Cent je Kilowattstunde immerhin 3 Cent! Jeden Tag genehmige ich mir zwei Liter heißen Tee. Das macht dann im Monat 1,68 € fürs Tee kochen.

Sie mögen meinen, ich sei mit meinen Berechnungen ein Pedant. Sie haben Recht. Doch es interessiert mich nun einmal und wer weiß, wie lange wir noch so verschwenderisch mit Strom umgehen können? Jetzt wird es noch pedantischer:

Was kostet einmal Toasten?

Mein Toaster arbeitet bei immerhin 740 Watt. Alles was mit Strom Hitze erzeugt, verbraucht viel Energie! Glücklicherweise ist ein Toastbrot schnell (mittel-) braun bzw. fertig. Insgesamt werden bei meinem Toaster dann 0,024 kWh Strom verbraucht. Einmal Toasten (zwei Brotscheiben) kostet mich dann 0,7 Cent. Darüber muss man sich dann wahrlich keine großen Gedanken machen, wenn man alleine einmal am Tag frühstückt.

Energieverbrauch eins Sandwichmakers

Bleiben wir noch etwas in der Küche. Ich habe so einen „Sandwich-Maker“. Damit kann man sich prima auf die Schnelle diese „Doppeltoastbrote“ mit Füllung und Käse anfertigen. Dieses Gerät arbeitet mit einer elektrischen Leistung von gemessenen 695 Watt. Das ist ungefähr die selbe Liga wie der Toaster und da der Vorgang hier fast genau so lange dauert, ist der Stromverbrauch fast gleich.

Stromkosten für einen kleinen Kühlschrank

Jetzt wird es wieder interessanter! Denn im Gegensatz zu z. B. einem Toaster ist der Kühlschrank das gesamte Jahr über in Betrieb. Vermeintlich: Denn tatsächlich befindet sich so ein Kühlschrank größtenteils in einer Art Standby-Betrieb! Will sagen: Strom wird hier nur verbraucht, wenn der Motor läuft. Und Sie hören ja bei Ihrem Kühlschrank, wann dies immer der Fall ist (im Winter weniger als im Sommer).

Regler an einem Kühlschrank

Mit dem Regler im Kühlschrank steuert man, wie oft der Motor anspringen soll. Dadurch (durch die Frequenz) kommt letztendlich der Wert der inneren Temperatur zustande. Jedenfalls verbraucht mein Kühlschrank bei aktivierten Motor immer die selbe Strommenge. Zu berücksichtigen ist hier jedoch, wie oft der Motor eben in einem gewissen Zeitraum anspringt! Daraus ergibt sich dann der Energieverbrauch.

Die Beleuchtung im Inneren arbeitet bei 1,8 Watt. Dies ist freilich zu vernachlässigen, denn das Licht des Kühlschrankes ist ja fast immer aus. Der Motor meines kleinen „1-Personen-Kühlschrank“ hat eine Leistung von gemessenen 57 Watt. Nun hatte ich das Energiemessgerät angeschlossen und es im kWh-Modus einmal 12 Stunden zählen lassen: Hier wurden 0,077 kWh ermittelt. Rechnet man dies auf einen ganzen Tag um, so sind dies 0,154 kWh pro Tag. Dies kann ich dann einfach mit dem Preis multiplizieren, welcher mein Stromanbieter derzeit für eine Kilowattstunde berechnet (29 Cent). Also ergeben sich für den Betrieb meines Kühlschrankes monatliche Kosten von 1,25 Euro. Im Jahr sind dies lediglich 15 Euro.

Wie bei der Energiemessung der Waschmaschine dürfen hier aber gewisse Einstellungen bzw. Eckpunkte nicht verschwiegen werden: Es handelt sich um einen recht kleinen Kühlschrank mit lediglich zwei Böden + Gemüsefach. Aber er besitzt ein schließbares Eisfach. Die Temperatur im Eisfach beträgt stets ca. -14,5 °C. Die Temperatur im oberen Speisefach beträgt bei mir ca. 7 °C. Ich kann diese Temperaturen halten, wenn ich den Temperaturregler stets auf den minimalen Wert von „1“ belasse. Das reicht aus: Der Motor springt so viel weniger an und nur damit komme ich auf die 15 Euro pro Jahr. Läuft der Motor nicht, verbraucht das Gerät gar nichts! Jedoch hatte ich den Stromverbrauch meines Kühlschrankes im Winter gemessen. Im Sommer, wenn es in der Küche wärmer ist, wird der Motor öfter anspringen und ich müsste meine jährlichen Kosten hierfür etwas nach oben korrigieren.

Ich bin ja geizig und hatte seinerzeit übrigens überlegt, ob ich im Winter meinen Kühlschrank nicht ganz abschalten sollte, um die Lebensmittel stattdessen draußen in einer Kühlbox auf dem Balkon zu lagern. Seit ich weiß, wie wenig Strom so ein Kühlschrank jedoch im Jahr verbraucht, wenn man ihn nicht zu hoch dreht, bin ich von diesem Gedanken wieder abgekommen.

Stromkosten bei einer Energiesparlampe

Ich habe auf dem Schreibtisch eine Leuchte stehen, in der ich seit Jahren eine (ältere) Energiesparlampe nutze. Diese arbeitet stets mit einer Leistung von 13,8 Watt (angegeben sind 15 Watt).

eine alte Energiesparlampe

Diese Energiesparlampe ist bei mir seit ca. 9 Jahren täglich über mehrere Stunden in Betrieb. Das sieht man ihr auch an, sie ist schon etwas vergilbt und ich möchte sie doch einmal gegen ein noch sparsameres Leuchtmittel austauschen, obwohl sie weiterhin noch sehr gut funktioniert.

Diese Leuchte ist bei mir den halben Tag über an. Ich arbeite ja auch von Zuhause. Das kostet mich jeden Monat immerhin 1,44 €. Ich werde doch einmal schauen, ob ich dieses Leuchtmittel beizeiten nicht einmal durch eine LED-Lampe ersetzen kann:

LED-Glühbirne E27 bei 220 V

eine LED E27 Lampe

Eben meinte ich noch, dass ich die (mittlerweile betagte) Energiesparlampe ggf. austauschen wolle. Dies habe ich nun auch getan – mit einer modernen LED-Glühlampe für die passende, klassische „E27-Fassung“ beim Steckdosenstrom von 220 Volt. Dies ist die am meisten verbreitete, große Lampenfassung.

Vergleich Energiesparlampe Halogen-Birne LED-Birne

Verbraucht die alte Energiesparlampe – die etwas aussieht wie eine Mini-Leuchtstoffröhre – Strom bei ca. 15 Watt (laut Herstellerangabe), so arbeitet eine moderne 220 V E27-LED-Leuchte bei gleicher Lichtstärke (806 Lumen) und bei gleicher Lichtfarbe (2700 Kelvin [„warmweiß“]) Strom für lediglich ca. 6 Watt! Eine solche LED-Glühbirne verbraucht also bei gleicher effektiven Leistung weniger als die Hälfte an Strom wie eine klassische Energiesparlampe.

Vergleich mehrer Glühbirnen-Typen

Die Aufnahmen wurden je mit den selben Kameraeinstellungen angefertigt und zeigen daher den tatsächlichen Helligkeits- und Farbunterschied zwischen den einzelnen Leuchtmitteln. Beachten Sie hierbei auch, inwiefern der Lampenschirm ausgeleuchtet wird.

Ich hatte die Lichtstärke und Lichtfarbe dann einmal mit drei der mir zur Verfügung stehenden Glühbirnen verglichen: ältere Energiesparlampe, Halogenbirne, LED-Glühbirne. Alle drei haben den selben Anschluss („E27“) und alle drei haben ca. die selbe Lichtfarbe (warmweiß bzw. ca. 2700 Kelvin). Auch die Leuchtstärke ist je ungefähr gleich: Sie leuchten alle genau so stark wie eine klassische 60-Watt-Glühbirne (am hellsten ist jedoch die LED-Birne). Nur die dafür notwendige Arbeitsleistung ist je eine gänzlich andere! Die neue LED-Glühbirne verbraucht hierfür mit Abstand am wenigsten Strom und wird dabei auch kaum heiß. Was man bei dem Vergleichsfoto auch gut erkennen kann, ist, dass die alte Energiesparlampe, der Bauart wegen, den Lampenschirm nur zur Hälfte ausfüllen kann. Dies ist bei den LED-E-27-Birnen übrigens auch der Fall, wenn jene außen aus Plastik sind bzw. nur oben durchleuchten können. Viel besser sind hier die LED-Lampen in der typischen Birnen-Glasform. Sie strahlen das Licht fast rundherum gleichmäßig ab bzw. füllen einen Lampenschirm vollständig aus.

eine Bluetooth-Birne

Solche „China-Bluetooth-Birnen“ musizieren für Sie, lassen sich über das Handy steuern und können dabei bei wenig Stromverbrauch genügend hell leuchten. Da hier aber lediglich die „Deckelklappe“ leuchtet, füllen sie einen Lampenschirm nicht genügend aus. Ich würde solche „Billig-220V-Stromverbraucher“ nie unbeaufsichtigt lassen.

Da meine neue LED-Birne von Osram nun nur noch bei 6 Watt elektrischer Leistung arbeiten muss, brauche ich mir über deren Stromverbrauch wahrlich keine Gedanken mehr zu machen. Sie kann ruhig den ganzen Tag über brennen und verbraucht damit lediglich 1/10 der Energie, welche eine herkömmliche 60-Watt-Glühbirne verbrauchen würde. Hoffentlich hält sie dann auch so lange durch wie die Energiesparlampe. Zur Zeit bin ich mit der neuen LED-Leuchte bei je zehnstündiger Nutzung mit ca. 52 Cent im Monat gut und ohne Sorge dabei.

Heizkosten verringern mit etwas mehr Strom

Es gibt für viele Wohnungen eine relativ leicht umsetzbare Lösung, um Heizkosten sparen zu können, wenn man dafür etwas mehr an Strom investiert. So sieht die Lösung aus:

ein selbst gebautes Heizgebläse

Mittels kleinen Ventilatoren unter dem Heizkörper bläst man ruckzuck die hier erwärmte Luft in den gesamten Raum und muss folglich nicht mehr so lange heizen, um auch die hinteren Zimmerecken genügend warm zu bekommen. Ich habe einen sehr ausführlichen Artikel über solch ein selbst gebautes Heizungs-Gebläse geschrieben.

Zusammenfassend kann man hier sagen: Die Menge an elektrisch aufgebrachter Leistung (durch die Ventilatoren) ist viel geringer als der Zuwachs an Wärmeleistung. Drei der großen PC-Lüfter verbrauchen zusammen ca. 12 Watt elektrische Energie (bzw. leisten diese). Schlussendlich spart man mit dieser Lösung bei größeren Räumen tatsächlich Geld, da nun weniger geheizt werden muss.

Energieverbrauch einer Stereoanlage

Weiterhin dudelt bei mir den ganzen lieben Tag lang Musik aus der Anlage.

eine alte Stereoanlage

Ich bin ein Freund von alten Stereoanlagen aus den 1970er Jahren in Komponentenform. Was ich nicht mag, ist, dass viele dieser betagten Anlagen so groß ausfallen. Aber ich hatte vor einiger Zeit ein recht kompaktes Modell erwerben können: Eine alte Dual-Anlage (bei der ich jedoch nur den Verstärker und den Radio-Tuner nutze). So schön diese „Retro“ Hifi-Anlagen auch aussehen: Sie verbrauchen deswegen relativ viel Strom, weil sie noch alte Transformatoren mit „Wickeltechnik“ verbaut haben anstatt moderne elektronische Netzteile. Letztere verbrauchen nahezu gar keinen Strom, wenn das dort angeschlossene Gerät selbst keinerlei Leistung bringt (wie beim oben getesteten Monitor).
Der Verstärker (das untere Teil) hat eine Arbeitsleistung von 7 Watt. Das Radio oben hat eine elektrische Leistung von 7,8 Watt. Dies hatte mich erstaunt: Ich bin von je einem weit höheren Stromverbrauch ausgegangen. Was mich erstaunte, ist auch, dass es bei dem Verstärker egal ist, wie laut er nun eingestellt ist: Stets verbraucht er Strom für 7 Watt Leistung. Den alten Verstärker versorge ich meist über meinen Raspberry Pi mit Musik. Doch ich höre oft auch direkt analoges Radio mit dem dazugehörigen Tuner. Was kostet es mich im Monat an Stromkosten, wenn Verstärker und Tuner 10 Stunden je Tag laufen? Das wären dann jeden Monat 1,29 Euro, die ich fürs Musikhören ausgeben müsste. Hinzu kommen noch die Rundfunkgebühren. Doch dies ist ein anderes, leidiges Thema.

Standby-Verbrauch eines alten Computerdruckers

Oben auf dem Foto sehen Sie auch noch meinen Computerdrucker. Dies ist ein recht altes Modell, ein HP psc 1210. Ich glaube, ich nutze ihn seit ca. 15 Jahren! Hätten Sie gedacht, dass solch ein Drucker so lange durchhält? Ich jedenfalls nicht. Jedenfalls druckt (und scannt) er heute immer noch munter und ich kann die Patronen stets mittels Spritzen und Tinte kostengünstig nachfüllen. Dies aber nur am Rande. Hier soll es ja um den Stromverbrauch gehen. Was den Energieverbrauch beim reinen Drucken anbelangt – geschenkt! Ich drucke so selten, dass dieser Wert für meinen Geldbeutel nicht relevant ist (das Gerät arbeitet beim Drucken mit einer Leistung von 5 Watt). Viel interessanter ist der Standby-Strom eines solchen alten Gerätes! Und der ist nicht ohne: 4,2 Watt Energieleistung verbraucht der Drucker im Standby – also wenn er ausgeschaltet ist! Da habe ich doch Glück, dass ich, seit ich ihn besitze, stets den Netzstecker aus der Steckdose gezogen habe, wenn ich den Drucker nicht nutze. Wahrscheinlich ist dies auch der Grund, warum er bei mir überhaupt so lange intakt ist. Würde ich den Stecker nicht ziehen, würde mich der alte HP-Drucker Monat für Monat 88 Cent, also im Jahr immerhin 10,67 Euro kosten, ohne dass ich ihn dabei benutzt hätte.

eine 3 fach Steckdose

Eleganter als das ständige „Ziehen“ des Steckers geht es natürlich über solche Schalter-Adapter: Ganz rechts bei dieser 3-fach-Steckdose ist das Kabel meines Druckers eingesteckt. Diesen trenne ich so elegant mittels Schalter vom Stromnetz und spare jeden Monat eine Menge unnötigen Standby-Strom. Apropos: Mit meiner 6-fach-Schaltsteckdose, die ich elegant an die Wand geschraubt hatte, deaktiviere ich weiterhin viele meiner anderen elektronischen Geräte (einzeln) sicher vom Stromnetz, wenn ich sie gerade nicht benötige.

Ein Hinweis zum Thema Drucker und Stecker ziehen sei an dieser Stelle noch gestattet: Bei einige Druckern verhält es sich so: Jedes Mal, wenn der Stecker nach dem Ziehen wieder eingesteckt wird, wird zunächst einmal eine Druckkopfreinigung vollzogen. Soll heißen: Hierbei wird Tinte verbraucht bzw. „durchgespült“. Druckertinte ist jedoch sehr teuer und da sollte man sich bei diesen Geräten überlegen, wo man mehr Geld einsparen kann: Beim Standby-Strom oder bei unnötig verbrauchter Tinte durch jeden Reinigungsvorgang nach einem Neustart.
Mein uralter Drucker hält sich mit dem automatischen Reinigen dezent zurück. Ich kann bedenkenlos dessen Stecker ziehen. Außerdem kann ich die Patrone (zumindest die schwarze) stets ganz günstig mit der Tinte aus meinem Fässchen nachfüllen.

Verbrauch bei einem Handy-Ladegerät

ein Ladegerät fürs Handy

Alle haben Handys und alle müssen ihr Smartphone mindestens einmal am Tag aufladen. Weltweit wird dadurch eine beträchtliche Menge an Energie verbraucht. Für den Einzelnen ist dies jedoch recht wenig: Solange mein Handy geladen wird, beträgt die elektrische Leistung des Ladegerätes an der Steckdose lediglich 4,5 Watt. Und: Wenn das Smartphone voll geladen ist, sinkt der Stromverbrauch gegen 0! So verbraucht das Ladegerät auch keinen Strom, wenn es weiterhin in der Steckdose steckt und kein Handy angeschlossen ist. Es gibt hier also keinen berüchtigten Standbystrom mehr, zumindest bei meinem Steckernetzteil. Sicherheitshalber ziehe ich es nach dem Aufladen wieder aus der Steckdose. Hier sollen ja schon böse Brände entstanden sein.
Angenommen, mein Smartphone ist in vier Stunden aufgeladen und das Ladegerät des Handys arbeitet dabei bei den gemessenen 4,5 Watt. Dann kostet mich einmal Laden derzeit lediglich 1 Cent. Dies sind dann im Jahr lediglich ca. 2 Euro. Nicht übel – Ich nahm an, es wäre mehr.

Messen der Energie beim Aufladen

Ich hatte den Test später noch einmal wiederholt: Diesmal nutzte ich ein anderes Handy und hier sehen Sie auch ein anderes, mein nun eigenes, Energiemessgerät. Das neue Smartphone verbraucht beim Aufladen deutlich mehr Strom. Ca. 7 Watt sind es nun. Ist der Ladevorgang beendet (100%), fällt die Anzeige des Messgerätes wieder auf 0 Watt.

Stromverbrauch einer Halogenlampe

In meiner Küche hatte ich unter dem Hängeschrank eine sogenannte „Unterbauleuchte“ installiert. Ich mag dieses relativ schwache Licht, welches in den Abendstunden dezent aus der Küche heraus leuchtet. Zum Zwiebelschneiden eignet sich dieses Licht bei mir weniger. Denn ich habe nur recht schwache Halogenlampen installiert (je 10 Watt). Ich mag es, wenn in der Küche abends ein stilles Licht indirekt (d. h. nicht ins Auge „fallend“) leuchtet. Nun sind hier also sogenannte Halogenlampen verbaut. Das sind kleine Birnchen, die offenbar mit einem speziellen Gas leuchten. Es sind keine Glühlampen der ursprünglichen Art. Sie werden mit einer internen Spannung von je 12 Volt betrieben. In der Unterbauleuchte befindet sich also ein kleines Netzgerät. Ausgeliefert wurde meine Unterschrankleuchte mit zwei verbauten Halogenbirnen à 20 Watt. Das war mir aber zu hell (zum Zwiebelschneiden nutze ich im Dunkeln die Deckenleuchte zum Sehen) und ich wechselte die Birnchen gegen 10-Watt-Halogenleuchtmittel aus. Nun könnte man annehmen, die elektrische (Verbrauchs-) Leistung betrüge 20 Watt. Das ist meiner Meinung nach nicht ganz richtig, denn dieser Wert bezieht sich ja auf die (internen) 12 Volt. Tatsächlich messe ich bei meiner Halogenlampe eine 220-Volt-Leistung von 17,2 Watt an der 220-Volt-Steckdose. Dafür, dass dies nun lediglich ein dunkleres Stimmungslicht für mich ist, ist der Stromverbrauch ziemlich hoch! Die Lampen werden auch sehr heiß. Diese Art der Beleuchtung kann man heute wahrlich nicht mehr als effizient bezeichnen. Dies war früher – vor der Etablierung der LED-Technologie – sicherlich der Fall. Ich möchte doch einmal schauen, ob ich hierfür für die Fassungen wesentlich sparsamere LED-Birnen bekommen kann. Ich werde diese Unterbauleuchte zunächst also nur eher sparsam verwenden können. Schade.

Nachschlag: Ich habe nun für die Unterbauleuchte in meiner Küche passende LED-Lampen als Ersatz für die kleinen Halogenbirnen organisiert:

Ersatzbirnen als LED für Halogen

Da sieht man meine Unterbauleuchte, die (normalerweise unsichtbar) unter dem Hängeschrank in der Küche montiert ist. Zu sehen sind auch meine Topflappen von Oma. Doch darum soll es hier freilich nicht gehen: Die Abdeckungen der Lampen lassen sich mittels einem Schraubendreher leicht herunter klappen. Was kommt hinter der Diffusorscheibe zum Vorschein? Je die Halogenglühbirne, die man einfach heraus ziehen kann. Sie sitzt in einem Sockel: Das ist bei mir der Sockel „G4„. Möchte man sich hierfür LED-Ersatz besorgen, dann sollte man eben in der Beschreibung achten, dass die LED-Birne genau für den besagten G4-Sockel passt. Die Art des Sockels steht auch auf einem Aufkleber auf der Leuchte. Zudem steht dort, dass Leuchtmittel mit je maximal 20 Watt betrieben werden dürfen. Geschenkt! Die LED-G4-Lampen arbeiten je mit lediglich ca. 1,5 Watt. Das bedeutet letztendlich, dass ich diese Lampe durch das Umrüsten auf LED-Lampen kontinuierlich brennen lassen könnte. Der Stromverbrauch ist (bei noch hellerem Licht als je 10 Watt Halogen) verschwindend gering. Er wird mich wenige Cent im Monat kosten.

Obacht beim Umbau: Wie man auf dem obigen Foto gut erkennen kann, ist die LED-Leuchte etwas größer als die Halogenbirne. Beide passen freilich in die G4-Fassung bzw. lassen sich problemlos durch den gleich breiten Stifte-Abstand in die Löcher der Fassung hinein schieben. Doch die Dicke und Länge beider Leuchtmittel ist etwas anders, die LED-Birne ist etwas größer. Bei meiner Unterschrankleuchte passt es und ich konnte die Deckel mit den Diffusorscheiben ohne Probleme wieder schließen. Glück gehabt. Die Birne, die ich als Ersatz verwende, ist von „Bioledex“ und leuchtet in einer Stärke von 100 Lumen bei eine Farbtemperatur von 2700 Kelvin. Das ist nicht zu grelles, warmweißes Licht. Es könnte für meinen Anspruch als Effektlicht noch etwas dunkler sein. Doch da diese LED-Lampen kaum heiß werden, könnte man ggf. noch etwas Butterbrotpapier als Lichtfilter mit hinein legen.

Die Haare föhnen: Was kostet es eigentlich?

Früher, ja da hatte ich wallendes, güldenes Haar. Diese Zeiten sind leider vorbei und einen Fön benutze ich heute höchstens noch zum schnellen Schuhetrocknen, wenn ich in einen Wolkenbruch geraten bin. Dennoch wollte ich einmal genau wissen, wie hoch der Stromverbrauch eines solchen Gerätes ist und: was einmal Haareföhnen eigentlich kostet. Ich besitze einen kleinen Reisefön aus dem Rossmann. Dieser leiste laut Hersteller auf der höchsten der beiden Stufen eine elektrische Arbeit von 1200 Watt. Mit meinem Strommessgerät habe ich hier 1085 Watt gemessen. Angenommen, sie hätten solch eine Mähne wie ich seinerzeit. Dann kann man dabei durchaus schon einmal in Gedanken versinken bzw. sich am Morgen 10 Minuten lang die Haare föhnen. Dies würde bei diesem kleinen Fön dann bereits 5 Cent kosten. So spare ich mit meiner Glatze – als Trost – wenigstens etwas Geld ein.

Akkus laden: Was kostet dies eigentlich?

Natürlich besitze ich auch ein Akkuladegerät:

ein Ladegerät für Akkus

Überhaupt fällt mir spätestens an dieser Stelle meines Blogartikels über die vielen Stromverbraucher auf, wie viele elektrische Geräte ich eigentlich in Betrieb habe. Bei Ihnen wird dies sicherlich ganz ähnlich sein. Ich arbeite nun als „Blogger“ und weiterhin noch als Fotograf. Für diese Arbeit benötige ich immer voll geladene Akkus für meine Blitzgeräte. Angenommen, das komplette Aufladen solcher Eneloop-Akkus dauert 4 Stunden. Das Ladegerät leistet bei sechs Akkus 13 Watt. Dies ergibt umgerechnet nach vier Stunden Stromkosten von 2 Cent. Sie stimmen mir zu, dass sich bei diesem geringen Strompreis die Anschaffungskosten der Akkus in Bezug zum Preis von Batterien schon recht bald amortisiert haben werden. Lade ich weniger Akkus auf, so verringert sich der Energiebedarf des Ladegerätes entsprechend gleichmäßig: Bei einem einzigen sind es knapp 2 Watt.

Spielkonsolen wie Xbox oder PS4

Früher hatte ich immer sehr gerne gedaddelt und damit bisweilen ganze Tage verbracht. So etwas tue ich nicht mehr. Aber ich weiß, dass viele Menschen solche modernen Spielkonsolen (mit denen man heutzutage ja noch ins Internet gehen- und Medien konsumieren kann) Zuhause stehen haben. Dies sind die einzigen Geräte, die ich selbst nicht nachgemessen habe (da ich sie nicht besitze). Stattdessen habe ich die Stromverbrauchsangaben aus dem Internet: Eine PS4 (Playstation 4) verbrauche (wohlgemerkt bereits) im Standbymodus ca. 8,5 Watt. Bei einer Xbox seien dies bereits 15,3 Watt ohne, dass überhaupt etwas geleistet wird. Dies ist nicht ohne, wenn man bedenkt, dass derlei Geräte die ganze Zeit am Stromnetz stecken. Ich möchte mir so etwas auf Dauer wahrlich nicht gönnen. Zum Vergleich: Mein Raspberry Pi verbraucht im Standby lediglich 2,5 Watt, während das Mediencenter „Kodi“ läuft, sowie mein Druckserver und Internetserver darauf aktiv ist. Werden mittels Kodi Medien (Musik, Filme) wiedergeben, dann leistet der „Pi“ lediglich ca. 2,9 Watt.

Wie berechnet man den Stromverbrauch in Euro?

In diesem Artikel habe ich immer je die tatsächliche Watt-Angabe für die Arbeitsleistung meiner Elektrogeräte angegeben. Wenn diese Leistung über die gesamte Betriebszeit gleich bleibt, dann kann man sich recht einfach die dadurch verursachten Kosten mit einer Formel oder über einen Internet-Rechner ausrechnen. Bei den Lampen ist dies zum Beispiel der Fall oder beim Föhn.
Bei meiner Waschmaschine funktioniert dies jedoch nicht, da sie während der Laufzeit stets mehr (2000 Watt) oder weniger (9 Watt) Strom verbraucht. Auch für einen Kühlschrank gilt dies.

Stromverbrauch mit einem Internet-Rechner ausrechnen

Ich nutze für die Geräte der erstgenannten Gattung einen einfachen Stromrechner im Internet wie z. B. diesen. Hier gebe ich deren Arbeitsleistung in Watt ein, wie lange sie am Tag (mit dieser Leistung) aktiv sind und wie viel bei meinem Stromanbieter eine Kilowattstunde kostet. Diese kostet in Deutschland derzeit bei allen Stromanbietern ca. 29 Cent.
Bei denjenigen elektrischen Geräten, die während ihrer Laufzeit ständig in der Leistung schwanken, ist solch ein Stromrechner jedoch unbrauchbar. Die Energiekosten meines Kühlschrankes könnte ich damit zum Beispiel nicht ermitteln. Denn dieser verbraucht ja nur Strom, wenn der Motor läuft. Hier benötigt man ein eigenes Strommessgerät, welches auch die Kilowattstunden (kWh) anzeigen- bzw. sammeln kann. Dieser Wert wird dann einfach mit dem aktuellen kWh-Preis des Stromanbieters multipliziert („mal genommen“) und man weiß sofort, wie viele Cent oder gar Euro jenes Gerät im gemessenen Zeitraum an Stromkosten verursacht.

Energieverbrauch in Euro mit einer Formel berechnen

Statt einem bequemen Rechner im Internet kann man sich den Energieverbrauch seiner Elektrogeräte natürlich auch mit dem eigenen Taschenrechner ausrechnen (die Online-Rechner nutzen auch nur diese Formel). Auch hier gilt: Das funktioniert nur bei Geräten, welche im Betrieb stets die selbe Menge Strom verbrauchen! Den Stromverbrauch eines zum Beispiel Laptops kann man damit nicht ausrechnen (da dessen Stromverbrauch stets schwankt). Hierfür benötigt man ein Messgerät, welches die tatsächlichen Kilowattstunden, also eine tatsächliche Summe, innerhalb einer bestimmten Betriebszeit anzeigen kann. Diesen kWh-Wert multipliziert man dann einfach mit den (derzeit) 29 Cent. Bei Geräten mit kontinuierlich gleichem Stromverbrauch (Arbeitsleistung in Watt) kann man eben auch diese Formel zur Kostenberechnung nutzen:

Stromkosten in Euro = Wattzahl x Stunden x Tage x Strompreis in Euro : 1000

Anmerkung: „x“ bedeutet „Mal nehmen mit“ und „:“ bedeutet „teilen durch“.

Die Wattzahl steht auf dem Verbraucher (bei einer Glühbirne sind es z. B. 60 Watt. Dann gibt man in die Formel ein, wie viele Stunden dieser Verbraucher am Tag an ist. Nun gibt man ein, wie viele Tage dieses Gerät aktiv ist (ein ganzes Jahr hat ca. 365 Tage, ein Monat hat bekanntlich 28 Tage, für einen einzigen Tag gibt man einfach „1“ ein). Und dann ist der aktuelle kWh-Preis des Stromanbieters einzutragen: Derzeit dürfte dies in Deutschland ca. 0,29 Euro sein.

Beispiel: Mein Computermonitor arbeitet kontinuierlich mit ca. 19 Watt. Dies hatte ich ja mit einem Messgerät nachgemessen. Ggf. steht diese Angabe auch in der Bedienungsanleitung. Ich habe ihn ca. 10 Stunden am Tag an und dies auch (beinahe) das ganze Jahr über (365 Tage). Derzeit berechnet mein Stromanbieter 0,29 Cent je Kilowattstunde. Setzen wir diese Werte doch einmal in die Formel ein: 19x10x365x0,29/1000=20,11 Euro. Das ist also der Preis, den ich in Euro nach einem Jahr Nutzung des Monitors zahlen muss. Das Ausrechnen der Energiekosten war doch mit dieser Formel recht einfach. Wer den Monatspreis errechnen möchte, ersetzt die „365“ einfach mit „28“ oder dividiert ein solches Endergebnis dieser Stromkosten-Formel einfach noch einmal mit „12“.

Zuletzt noch zwei Vergleiche aus der Praxis:

Was verbraucht mehr: Herd oder Wasserkocher?

Gleich vorweg geschickt: Wenn Sie Wasser zum Kochen bringen- und dabei Strom sparen wollen, seien Sie hierbei kein Romantiker: Am effizientesten geht das Aufkochen elektrisch mit einem Wasserkocher und nicht mit dem Topf auf der Herdplatte. Der Wasserkocher verbraucht für die selbe Menge Wasser viel weniger Strom und ist zudem viel schneller.

So sah mein Vergleich aus: Ich kochte einen Liter kaltes Wasser aus dem Wasserhahn. Einmal kochte ich dieses auf dem Herd bei voller Leistung im Topf mit Deckel. Der Deckel ist hier wichtig, denn damit geht es viel schneller. Als nächstes brachte ich die selbe Menge gleich kaltes Wasser im Wasserkocher zum kochen. Davor schloss ich je mein Strommessgerät an:

Gegenüber dem Herd spart ein Wasserkocher also Energie von ca. 60 %! Wenn Sie keinen Deckel auf dem Topf nutzen, geht noch viel mehr Energie verloren. Wie es hier bei Gas aussieht, kann ich leider nicht sagen.

Herdplatte: Volle oder halbe Leistung?

Ich bleibe als letztes noch am Herd in meiner kleinen Küche stehen. Man sagt ja, dass ein Automobil auf der Autobahn für eine gewisse Strecke mehr Benzin verbraucht, wenn es diese schneller abfährt. Gilt dies auch für den Herd, wenn jener auf einer höheren Stufe Wasser zum Aufkochen bringt als auf der mittleren? Schneller geht dies zumindest, das ist klar.

Da ich ja das Energiemessgerät habe, konnte ich leicht nachmessen:

Strom sparen am Herd

Für mein Frühstücksei bringe ich das Wasser zunächst auf höchster Stufe zum Kochen und stelle die Herdplatte dann deutlich herunter. So spare ich den meisten Strom. Lesen Sie auch meine Tipps zum Eierkochen!

Bei Stufe 3 leistet der Herd ja viel weniger elektrische Arbeit. Aber er leistet diese eben viel länger! Letztendlich ist es für den Stromzähler also nach meiner Messung egal, ob man auf höchster oder auf mittlerer Stufe kocht: Der Stromverbrauch in kWh ist fast gleich. Ich bringe das Wasser für meine Frühstückseier morgens jedenfalls bei höchster Stufe zum kochen (und stelle dann runter). Das geht schneller und verbraucht fast genau so viel Energie wie beim (langen) Kochen bei mittlerer Stufe. Einem Ei jedoch ist es freilich egal, bei welcher zugeführter Energiemenge das Wasser kocht.

Zum Abschluss

Dies ist ja nun ein wahrlich langer Blogartikel geworden. Das hätte ich nicht gedacht. Mir ist dabei auch aufgefallen, wie viele elektrische Verbraucher ich eigentlich in meinem 1-Personen-Haushalt habe – und dabei lebe ich doch schon sehr minimalistisch. Sie dürfen mich gerne als Pedant bezeichnen, als Pfennigfuchser, ja als Geizhals! Doch um das Sparen selbst ging es mir beim Messen des Stromverbrauches dieser vielen Elektrogeräte primär gar nicht, eher um eine plausible Übersicht. Ich wollte diese Werte zunächst einmal genau wissen- und einschätzen können. Denn den tatsächlichen Verbrauch erfährt man ja schlecht aus der Bedienungsanleitung solcher Elektrogeräte.
Und: Strom wächst nun einmal nicht wie Blumen am Wegesrand. Er wird primär noch in Atomkraftwerken erzeugt. Ich selbst richte mich durchaus darauf ein, dass die Kilowattstunde bald eben nicht mehr 29 Cent kosten wird, nämlich durchaus teurer wird (jetzt, im Jahr 2019 sind es bei uns schon 30 Cent). Also ist es gut zu wissen, welche Geräte ich bei mir Zuhause in Zukunft weiterhin ohne Bedenken laufen lassen kann und welche ich vielleicht ganz aus der Steckdose ziehen muss.

Wer (noch) kein Strommessgerät hat, der kann auch einfach einmal die Hand an das entsprechende elektrische Gerät halten: Wird es beim Betrieb oder gar im Standby-Betrieb warm? Dann dürften es hier mit mindestens 5 Watt arbeiten. Strom sparende Geräte bleiben bei Nichtbenutzung kalt (oder wenigstens lauwarm). Alles was heiß wird, verbraucht relativ viel Energie, wenn derlei Geräte mit elektrischem Strom betrieben werden. Dies mag für wenige Stunden den Braten nicht fett machen. Sind solche Verbraucher aber den lieben langen Tag durchgehend in Betrieb (z. B. ein Internetrouter), dann kann sich diese (vielleicht gar nicht benötigte Nutzung) durchaus auf den eigenen Geldbeutel bzw. auf dessen Inhalt auswirken. Und: Freilich verringert sich durch Wärmeentwicklung die gesamte Lebensdauer von so manchem Elektrogerät. Ich vermute, weil ich den Netzstecker meines Druckers stets nach dem Ausschalten heraus gezogen hatte, arbeitet dieser noch munter in seinem 15. Lebensjahr weiter.

Werbung

Artikeldatum: 13.02.2018 / letzte Änderung: 10. März 2019

Weitere interessante Artikel auf Kompaktwohnung.de


eine Anmerkung bisher

Hinweis: Auch, wenn in den Texten alles sehr förmlich gehalten ist: Der Autor (Thomas) ist durchaus auch ein Freund des Du und freut sich über Kommentare.



Mit dem Absenden dieses Formulars akzeptieren Sie die Datenschutzerklärung dieser Internetseite.