Minimalismus & Frugalismus leben in der kleinen Wohnung

7 Internetradios ohne Sprache zur Konzentration im Homeoffice


Ich arbeite im sogenannten Homeoffice – Ich arbeite also von zu Hause aus am Schreibtisch. Den ganzen Tag über läuft bei mir Musik im Hintergrund und hierzu nutze ich einige sinnvolle Internet-Radiosender, bei denen kaum gesprochen wird und die Musik nicht ablenkt.

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In diesem Beitrag stelle ich einige Radiosender vor, die vom Programm eher unaufdringlich sind und sich so sehr gut für konzentriertes Arbeiten eignen. Diese eignen sich weniger für das Baustellenradio, bei dem jeden Tag das „Beste der 70er, 80er usw.“ durchaus aufs Neue erklingen darf, sondern eher für Menschen wie mich, die konzentriert am Schreibtisch sitzen – ob im Büro oder in Heimarbeit (Home Office).

Bei solchen Internetradios verzichte ich gerne auf Nachrichten und Gespräche und möchte eher Musik ohne oder nur mit wenig Gesang hören. Alle hier vorgestellten Sender gibt es (auch) als Stream – also zum Hören über das Internet. Weiter unten erkläre ich auch, wie ich Internet-Radios technisch höre, denn man muss hierzu nicht zwingend stets ein Browserfenster geöffnet haben. Aber zuerst soll meine Liste folgen:

Liste Internetradios zur Konzentration

  1. Aroto Radio
    Aroto ist mein derzeitiger Favorit: Gespielt wird eher moderne Musik – vielleicht als Lounge Musik zu bezeichnen. Vom Stil ist sie eher elektronisch und sie eignet sich hervorragend als Hintergrundmusik, wenn man mal wieder konzentriert vor einer Aufgabe im Homeoffice sitzt. Bisweilen gibt es bei diesem reinen Internet-Radiosender auch Songs mit Gesang. Dieser ist allerdings sehr dezent und unaufdringlich. Manche Stücke sind etwas „grooviger“, was zum leichten Fußwippen einlädt. Stündliche Nachrichten gibt es hier natürlich nicht und auch keine Jingles sowie keine Werbung. Es ist ein Radiosender ohne Moderation. Allerdings ist mir nach einigen Tagen hören aufgefallen, dass sich die Musikstücke hier doch recht häufig wiederholen. Dies merkte ich anfangs gar nicht, da diese Art von Hintergrundmusik weniger prägnant ist wie Stücke mit Gesang.
    Aroto auf radio.de
  2. Eifellounge
    Ebenfalls ohne jegliche Moderation sendet Eifellounge ins Internet: Das Musikangebot umfasst durchaus viele Lieder mit Gesang – Der ist hier aber eher geflüstert, ruhig, unaufdringlich und keinesfalls schnell. Und da er auf Englisch ist, kann ich dabei sehr gut zuhause am Schreibtisch arbeiten. Der Name lässt vielleicht vermuten, dass nur elektronische Musik gespielt wird. Das ist nicht der Fall: Es gibt viele Musikstücke mit akustischen Instrumenten. Bei Eiffellounge wird allerdings hin und wieder deutsche Werbung als Unterbrechung eingespielt. Das ist natürlich OK, denn irgendjemand arbeitet ja für uns, damit wir im Home Office einen schönen Musikmix hören können. Dummerweise sind diese Werbeeinstreuungen immer so laut! Leider bedeutet dies bei mir immer eine Unterbrechung meiner Konzentration. Sie kennen dies vielleicht von einem kostenlosen Spotify-Account, bei welchem die Musik auch abrupt durch laute Werbung unterbrochen wird.
    Eifellounge bei Laut.fm
  3. Radio Swiss Jazz
    Das Schweizer Radio Swiss besteht aus mehreren Sendern. Einer davon ist Radio Swiss Jazz und hier gibt es – man ahnt es – den ganzen Tag Jazz-Musik. Ich kenne mich mit diesem Genre nicht aus, schätze den Stil aber als eher modern ein. Diesen Radiostream hatte ich lange Zeit gerne gehört, weil Jazz überhaupt nicht ablenkt und so sehr gut im Hintergrund gespielt werden kann. Ich hatte mich früher auch damit wecken lassen für einen beschwingten Start in den Tag. Irgendwann ging mir das Geklimper auf dem Piano aber auf die Nerven und ich höre den Sender nur noch selten. Trotzdem darf dieses Internetradio in meiner Liste nicht fehlen.
    Website von Radio Swiss Jazz
  4. Apollo Radio
    Apollo Radio ist im Sächsischen auch ganz normal via dem klassischen Rundfunk zu empfangen. Natürlich gibt es auch einen Internet-Stream. Das Programm ist dafür ein recht besonderes, denn es wird auch hier viel Wert auf einen unaufdringlichen Musikgenuss gelegt: Klassik, Jazz, Lounge und Filmmusik. Es gibt hier einige Anmoderationen und auch Nachrichten. Bisweilen wird tatsächliche Filmmusik gespielt – und zwar teils leider auch solche, wo der Gärtner enttarnt wird: Es kann also auch etwas aufregender werden. Ich finde, so etwas passt nicht so recht ins Radio. Auch die Musical-Musik geht mir etwas auf den Keks. Das restliche Programm ist aber unbedingt einen Klick wert:
    Internetseite von Apollo Radio
  5. Radio Art Spa
    Die Musik von Radio Art Spa läuft auch bei meinem Zahnarzt: Das Musikprogramm dieses Senders ist auf Beruhigung ausgelegt und nennt sich im Englischen „Chillout“. Dabei kann man einschlafen, man kann bei diesem Sender aber auch sehr gut im Homeoffice arbeiten, denn diese eher plätschernde Musik lenkt überhaupt nicht ab. „Radio Art“ ist ebenfalls ein Netz aus mehreren Sendern mit unterschiedlichen Genres (es gibt auch eines mit „Delfingesängen“).
    Radio Art: SPA bei radio.de
  6. Café 80s FM
    Das Café 80s FM passt eigentlich nicht ganz in diese Liste mit Radiosendern, die sich für konzentriertes Arbeiten im Büro eignen. Ich möchte es dennoch erwähnen, denn das Gros der Popmusik der 1980er Jahre war recht synthetisch und ich kann diesen Sender tatsächlich sehr gut etwas leiser beim Lesen oder Schreiben hören. An manchen Abenden gibt es tatsächlich moderierte Sendungen, ansonsten nur (ziemlich witzige) Jingles oder Kurzeinblendungen. Lediglich bei deutschsprachiger Musik kann ich mich nicht mehr konzentrieren, die meisten Songs dort sind natürlich auf Englisch.
    Internetseite von Café 80s FM
  7. Radio Swiss Classic
    Natürlich darf in meiner Liste von konzentrationsfördernden Radiosendern auch keiner fehlen, der sich auf klassische Musik spezialisiert hat: Radio Swiss Classic höre ich hier sehr gerne. Die Moderation hält sich dezent zurück bzw. sagt bisweilen lediglich die Stücke an. Leider haben diese Klassik-Radiosender offenbar alle einen Haken: Sie spielen auch Opern! Opernmusik kann man einfach nicht während der Büroarbeit hören – Ich zumindest nicht. Vielleicht kennt jemand einen Internetradio-Stream, bei welchem es nur Sinfonien und derleichen gibt? Ich wäre über einen entsprechenden Kommentar dankbar.
    Internetseite von Radio Swiss Classic

Dies war meine kleine aber feine Liste einiger Radiostationen, deren Programm sich gut zur Konzentration eignet, wenn man beispielsweise daheim im Home Office arbeitet oder als Student / Schüler viel schreiben und recherchieren muss. Als Alternative zu Radiostreams böte sich z. B. auch Spotify an bzw. einen entsprechenden Kanal dort. Ich möchte zum Radiohören aber nicht den Computer nutzen. Wie ich Internetradios höre, zeige ich auch noch:

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So höre ich Internetradio-Streams

Ich habe bei den hier aufgelisteten Sendern immer die entsprechende Website verlinkt. Im einfachsten Fall öffnet man diese und klickt dort auf den „Play-Button“. Schon startet die Wiedergabe – allerdings im Browser. Man muss dieses Fenster also stets geöffnet haben bzw. die gesamte Zeit den Computer anlassen. Als Alternative gibt es Radio-Apps für das Smartphone. Dort kann man dann eine Bluetooth-Box koppeln und hierüber dann die Streams in einigermaßen guter Qualität hören. Dies wiederum geht auf den Akku des Handys, den man immer wieder aufladen muss, was auf Dauer dessen Leistung schmälern wird.
Eine gute Lösung wäre ein richtiges Internetradio:

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Grundig DTR 5000 2.0 BT DAB+ WEB „All-in-one“-Internetradio mit Bluetooth und Empfang Schwarz
von Grundig

Solch ein Internetradio ist vom Prinzip her das selbe wie ein altes FM-Radio – mit der Ausnahme, dass es mit dem Internet verbunden werden kann. Hierdurch hat man die Auswahl aus einem riesigen Spektrum an Radiosendern.

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Preis zuletzt aktualisiert am 27. Oktober 2020 um 19:18. Alle Angaben ohne Gewähr.

Ein solches muss man via WLAN mit dem eigenen Netz verbinden und hat somit Zugriff auf vermutlich tausende Radiosender. Ich selbst handhabe das anders, ich habe solch ein Kästchen:

ein Raspberry Pi

Das ist mein Raspberry Pi – ein Minicomputer. Eines dieser Kabel ist ein Klinke-Chinch-Kabel, welches ich einfach an meine Stereoanlage angeschlossen habe. Auf dem Raspberry habe ich das kostenlose Mediencenter Kodi installiert. Damit schaue ich z. B. TV, Netflix oder Youtube. Ich höre damit aber auch Radio und zwar mit dem Addon „Radio“. Dies schaut dann auf dem angeschlossenen Bildschirm so aus:

Radio mit Kodi hören

Man braucht zur Steuerung aber den Computermonitor nicht, wenn man ein Smartphone hat:

Smartphone Fernsteuerung für Kodi

Denn mit der App Yatse kann man Kodi auch via Smartphone fern steuern. Auf dem Foto sieht man mein Handy mit der Auswahl meiner angelegten Radiosender. Tippe ich auf einen, so wird dieser nicht etwa auf dem Handy wiedergegeben – sondern auf dem Raspberry Pi bzw. auf Kodi und ertönt so über meine Stereoanlage mit den guten Boxen, an die der Raspberry angeschlossen ist.

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Der neue Raspberry Pi 4 ist ein Minicomputer für verschiedenste Anwendungen wie Multimedia, Haussteuerung oder einfach als Desktop-Ersatz. Idealerweise kauft man ihn als Komplettpaket zum gleich loslegen.

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Die Sache mit dem Raspberry Pi ist, finde ich, eine sehr gute Alternative zu einem richtigen Internetradiogerät. Denn der Raspberry selbst ist sehr klein und kann z. B. hinter der bereits bestehenden Musikanlage versteckt werden. Es ist zudem äußerst stromsparend (ca. 3 Watt im Betrieb). Bei mir läuft er daher den ganzen Tag und mittels Smartphone-App steuere ich bequem die Wiedergabe.

Tatsächliche Stream-Adresse finden

Ein Stream (ob Audio oder Video) hat immer eine einzige, bestimmte Adresse (URL). Manchmal ist die eine simple M3U-Playlist. Meist ist dies eine MP3 oder eine ACC-Datei. Leider wird diese von vielen Anbietern selten verraten, denn diese möchten sicherlich am liebsten, dass man beim Hören die ganze Zeit auf deren Internetseite verweilt bzw. Werbung und andere Angebote wahrnimmt. Dies ist ja auch verständlich. Denn die Radio-Stream-Angebote sind ja zumeist kostenlos. Es gibt hier aber einen Trick, um die konkreten Stream-Adressen heraus zu kommen. Denn hat man die eigentliche URL, kann man Internetradios auch über eine ganz normale Medien-Software wie z. B. Winamp oder VLC abspielen – oder eben über ein Medien-Center wie Kodi, das ich verwende. Der Nachteil hierbei: Hat man die konkrete Adresse des Streams (MP3-Datei, M3U-Datei, …) in seinem Player gespeichert und ändert sich diese irgendwann (was vorkommt), muss man sie erneut heraus bekommen bzw. abspeichern. Dies ist mir aber lieber als irgendwelche Radio-Apps zu nutzen oder gar ein permanent geöffnetes Browserfenster am Computer. Und so geht’s:

Hat man Firefox als Browser (mit Chrome geht es ähnlich), öffnet man zunächst eine Radioseite wie z. B. radio.de. Nun sucht man sich den gewünschten Sender aber startet diesen noch nicht! Nun drückt man F12 auf der Tastatur und die sogenannten Entwicklerwerkzeuge gehen auf. Wichtig ist jetzt der Tab „Netzwerkanalyse“. Dieses Fenster ist nun offen? Dann drückt man den Play-Knopf auf der Radioseite und nun müssten unter „Netzwerkanalyse“ einige neue Einträge mit dem Zusatz „media“ erscheinen. Einer dieser Einträge ist die konkrete Stream-Adresse, die man sich nun kopiert und in das Programm seiner Wahl (z. B. Winamp) als Adresse für Internetmedien einträgt.

Stream heraus finden

Per Rechtsklick kann man sich die gefundene, tatsächliche Stream-URL kopieren und in einen Mediaplayer eintragen bzw. zu den Favoriten hinzu fügen.

Auf diese Weise höre ich auf meinem Laptop Internetradio – und zwar einfach mit dem normalen MP3-Player (ich nutze den guten alten Winamp) und nicht über irgend eine Internetseite. Ich brauche auch kein spezielles Programm („Radio App“) oder dergleichen installieren. Auch dies entspricht meiner Vorstellung von Minimalismus.

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Artikeldatum: 2.07.2020 / letzte Änderung: 13. September 2020

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